21 Kilometer Fahrradvergnügen

120 Radler machten sich vom Viktoria-Sportplatz aus auf die 21 Kilometer lange Strecke.

Urberach - (chz) Was am 3. Januar 2008 mit einer Anregung des passionierten Radfahrers Willi Böllert begann, erlebte am Samstag mit rund 120 Teilnehmern seinen ersten Höhepunkt: Der Rödermärker Radrundweg wurde seiner Bestimmung übergeben.

Was nach dem Plan von Willi Böllert, den er bei der gemeinsamen Aktion von Gewerbeverein und Stadt „Wir in Rödermark“ eingereicht hatte, noch rund 28 Kilometer Länge hatte, ist nun auf 21 Kilometer geschrumpft, durchreist aber alle Rödermärker Stadtteile, wie schon das Maskottchen „wumboR“ auf den Wegweisern anzeigt.

Ich hatte halt einen Weg um Rödermark herum vorgeschlagen, und sie haben einen Weg durch Rödermark gefunden“, ist der Vater des Gedankens nicht unzufrieden. Er hofft aber nach der ersten Fahrt, dass den Verantwortlichen aufgefallen ist, dass da noch einiges nachgebessert werden muss - vor allem auf der Strecke zwischen der Bulau und Messenhausen, die für Zweiräder eindeutig zu steinig und schotterig ist.

Die Eröffnung hatte sich dadurch verzögert, dass die Streckenführung beim Übergang vom Umspannwerk in Richtung Bulau geändert werden musste. Etwa 200 Meter westlicher als ursprünglich geplant lässt sich die B 459 nun gut queren. Das erspart der Stadt rund 100 000 Euro an Ausbaukosten.

Eine lange Perlenschnur zog sich am Samstag Nachmittag durch Rödermark – 120 Radfahrer eröffneten den neuen Rödermark-Rundweg. Fotos: Ziesecke

Gemeinsam dankten Manfred Rädlein als Vorsitzender der Gewerbevereins, welcher noch unter der Leitung von Helmut Schrod die Bürgeraktion „Wir für Rödermark“ ins Leben gerufen hatte, und Bürgermeister Roland Kern allen Beteiligten. So hatten Dieter Gelsheimer und seine Frau die Wegekarte erstellt und die Strecke inspiziert. Der Magistrat hatte Geld für die Schilder zur Verfügung gestellt: Der apfelförmige „wumboR“ weist nun an vielen Kreuzungen den Weg für Radler.
Der Bürgermeister zeigte sich stolz, nach dem Vorreiter Rodgau nun auch den Rödermärkern einen Rundweg präsentieren zu können. Eine große Gruppe gelb bewesteter Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) freute sich, dass das Radwegenetz damit ein Stück dichter geworden ist, zumal die Strecke mit der Apfelweinroute des Kreises Offenbach harmoniert.

Man kann die 21 Kilometer auch abkürzen

Man muss auch nicht die ganzen 21 Kilometer fahren, man kann abkürzen“, machte Roland Kern Mut. Doch die Bürgerinnen und Bürger wollten davon nichts hören und genossen neben der Strecke auch zwei angenehme Raststellen im Grünen Baum in Messenhausen, wo der Bürgermeister zum Freibier einlud, und auf dem Gelände der Germania Ober-Roden, die trotz des zahlreichen Beistands ihr Ligaspiel verlor.

Radeln in Rödermark, um Rödermark und um Rödermark herum - das ist das neue Motto für alle Radler“, freute sich Manfred Rädlein, der auch schon weitere Visionen vor Augen hat und sich allmählich an Rödermark Marathon und Fahrradrallye herantastet.

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Rund 180 Vorschläge sind inzwischen im Rahmen der Aktion „Wir für Rödermark“ von Bürgern eingereicht worden. Nur weniges ist bisher umgesetzt worden. Als nächstes werden einige weitere Bänke, etwa vor dem Bürgertreff Waldacker, aufgestellt, nachdem Sponsoren dafür gefunden wurden.

Den ersten beiden „Lobstebbeln“ als Dankeschön für Initiative werden hoffentlich noch viele weitere folgen. Nicht immer sind Sponsoren nötig, manchmal reicht vielleicht auch etwas mehr Flexibilität gerade im Verwaltungsbereich. „Wir suchen aber nach wie vor besonders engagierte Bürger, die wir mit dem Lobstebbel auszeichnen können“, regt Manfred Rädlein an. Meldungen nehmen Stadt und Gewerbeverein gerne entgegen.

Quelle: op-online.de

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