Römkids-Tag so bunt und friedlich wie die Menschen der Stadt / Großes Angebot rund um „Spiele aus aller Welt“

Kinder erobern die Welt im Spiel

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Die Elternlotsinnen der Familienzentren bückten sich unzählige Male, um die Einzelteile fürs Dosenwerfen wieder aufzubauen – gerade an diesem Stand wurde deutlich, wie leicht sich bunt und multikulturell im Spiel ohne viele Worte verbinden lassen.

Urberach (chz) - So viele Menschen wie beim Römkids-Tag am Samstag hatte die Kinder- und Jugendfarm Rödermark wohl noch nie gesehen.

Und auch noch nie in der jetzt neunjährigen Geschichte des kunterbunten Kinderfestes gab es ein solches vielfältiges Völkergemisch – zwischen den jüngsten Besuchern ebenso wie zwischen ihren Familien.

Untrügliches Zeichen für den nicht zählbaren Besucherrekord: „Zum ersten Mal mussten wir Getränke nachholen, wir waren ausverkauft“, freute sich Sozialpädagogin Stephanie Grabs.

Die gemeinsame Trommelaufführung der „Kids on Tur“, des Kindertreffs aus dem Schillerhaus, und der Caritas begeisterte gleich zu Beginn. Bürgermeister Roland Kern vertrat bei der Begrüßung den beruflich verhinderten „Farmvater“ Thilo Macharowsky.

Fotos vom RömKids-Tag

RömKids-Tag auf der Kinder- und Jugendfarm

Bunte Logo-Fahnen und Luftballons warben schon weithin für das Fest. Wer dem fröhlichen Lärmpegel nachging, fand am Rodaustrand unweigerlich aufs Farmgelände. In die übermannshohe Blumenwiese des Naturschutzbundes auf dem Farmgelände war ein Labyrinth eingemäht worden, durch das sich Kinder wie Eltern ihre Wege bahnten.

Gleiche Rechte für Jeden

Jeder der vielen Mitveranstalter aus der Kinder- und Jugendbetreuung, von U 3-Gruppen über Kindertagesstätten bis zu Vereinen, präsentierte sich und seine Angebote an den Ständen anhand einer Spielidee. Und natürlich musste niemand hungern – dafür sorgten viele Kuchen und Würstchen.

Informationen und Tipps rund um Kinderrechte und Inklusion in der Schule gab ein Stand, den die Vertreterinnen der Stadt unter ihre Fittiche genommen hatten. Mit dabei waren Edith Itta, Fachbereichsleiterin Kinder und Jugend, und Maria Schmitt-Küchler, Fachabteilungsleiterin pädagogische Betreuung. Sie verkauften auch Eine-Welt-Waren aus fairem Handel – alles unter dem Grundgedanken der einen Welt, in der alle Menschen gleiche Rechte haben.

Die Welt in Besitz nehmen: Mit Anlauf, Körpergefühl und mit ein wenig Hilfestellung von Sozialarbeiterin Jutta Winhold gelang das spielend.

Besonders deutlich wurde dieses Thema am Stand der Elternlotsinnen, die im Rahmen der Familienwerkstatt des Kreises Offenbach in den vier Rödermärker Familienzentren arbeiten. Sie boten Dosenwerfen an: Etwas genial Einfaches, das ohne viele Worte mit Kindern aus aller Herren Länder funktioniert. Es bringe Bewegung und gemeinsames Gelächter, fasziniert wirklich jedes Kind und ist kostenlos – ein Inbegriff für die bunte Vielfalt des Römkids-Tages. Das Dosenwerfen brachte auch Frauen in Kontakt, die sonst eher schüchtern in ihren eigenen Familien bleiben - hier halfen sie ohne viele Worte.

Shuttle-Service

„Es ist eine Art Kommunikationstraining, das hier zwischen den Erwachsenen geschieht, und wenn das Feedback stimmt, dass wir hier viel hören, sind in diesem Jahr auch mehr internationale Familien dabei als bisher. Darüber freuen wir uns besonders“, erläutert Ulrike Vierheller vom Fachdienst Integration des Kreises, die es bedauert, dass ihre großen Schautafeln rund um die Spielkultur der Völker dem Wind zum Opfer gefallen waren.

„Hand in Hand“ ist auch für Natascha Nickolaus vom Farmverein das Stichwort. Sie freute sich über das vielfältige Angebot, das Kitas, Gruppen und Vereine auf die Beine gestellt hatten, und die ungewöhnlich ausgeglichene und harmonische Stimmung auf dem großen Gelände. „Die neue konzentriertere Aufstellung der einzelnen Stände unterstützt das Miteinander; hier geht niemand irgendwo am Rand verloren.“

Jens Müller und seine Abteilung Jugendarbeit sorgten vor allem rund um den Auf- und Abbau des „Vergnügungsparks“ für einen Shuttle-Service zwischen Badehaus und Farm, damit die vielen Helfer nicht selbst über den Oberwiesenweg fahren mussten.

Quelle: op-online.de

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