Kinder haben neues Dach überm Kopf

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Der neue Kaffee-Wagen-Shopper: unterwegs durchs Breidert genauso sinnvoll wie in der Kita in der Carl-Zeiss-Straße als Imbissbude.

Ober-Roden (chz) - „Der Neubau ist eröffnet. Neue Aufgaben, neues Konzept, neue Herausforderungen erwarten uns. Wir sind motiviert und freuen uns darauf!“

Stolz sind die Organisatorinnen der MiniKids, der Tagesstätte für Kinder von einem bis zu drei Jahren des Vereins für Erziehungsfragen VEF, die ihr neues Heim in der Carl-Zeiss-Straße 49 in Ober-Rodens Industriegebiet bezogen haben.

Nach der offiziellen Übergabe der Einrichtung durch die Stadt an den Trägerverein MiniKids am vergangenen Freitag feierten Vereinsmitglieder, Erzieher und Kinder am Samstag ein Eröffnungsfest, bei dem Vereinsvorsitzende Sabine Weber und die pädagogische Leiterin der Einrichtung Ines Brzesinski mit ihrem Team unermüdlich und stolz die Räume zeigten oder Fragen zum Konzept und zu den nächsten Schritten beantworteten. Die Kinder, die bisher in Räumen an der Odenwaldstraße und am Schellbusch (Halle Urberach) untergebracht waren, sind seit vier Wochen schon umgezogen und „fühlen sich in den neuen Räumen sehr wohl“, wie Vereinsvorsitzende und „Mädchen für alles“, Sabine Weber, berichtet. Sechs neue Kinder konnten durch die Erweiterung aufgenommen werden.

Noch gehen sie in den ganz nahe liegenden Wald, wenn sie in die Natur wollen – das Freigelände mit Rollrasen, Sand und vielem mehr muss erst noch angelegt werden, weshalb die Kita auch nach wie vor herzlich um Spenden bittet: „Wir müssen noch einiges an Spielzeug anschaffen, aber vor allem brauchen wir fürs Außengelände Spielgeräte, eine Gartenhütte und einen Carport“, wünscht sich Ines Brzesinski. Ein erster großer Spendenaufruf hatte viel Resonanz gebracht, unter anderem eine große Hilfe der ganz anderen Art. Rund 20 Auszubildende der Sparkasse Dieburg im ersten Lehrjahr hatten zwei Tage lang beim Umzug geholfen – Kisten geschleppt und vieles mehr – „das hat uns sehr geholfen.“

Neun Erzieherinnen (drei Vollzeitkräfte, drei Dreiviertel-Stellen sowie drei Mini-Jobber) arbeiten jetzt im Haus, dazu eine Hauswirtschaftskraft und zwei Bürokräfte, alle unter der pädagogischen Leitung von Ines Brzesinski, die selbst auch in den drei Gruppen mit jeweils zehn Kindern mitarbeitet. Die Betreuungszeiten gehen von 7.30 Uhr wahlweise bis 13 Uhr für 170 Euro, bis 15 Uhr (210 Euro) oder bis 17 Uhr (260 Euro). Das Mittagessen kommt vom Caterer Vitesca; das Frühstück, das früher die Eltern bereitet haben, sowie ein kleiner Nachmittagsimbiss werden jetzt von der Einrichtung selbst angeboten.

Die Resonanz beim Eröffnungsfest war unter den gegebenen Wetterbedingungen recht gut. Viele Mütter und vor allem auch Väter und Großeltern nutzten die Chance, Zeit mit ihren Kindern in der Einrichtung zu verbringen, und staunten nicht schlecht über viele nette Besonderheiten wie die farbig unterschiedenen Schlaf- und Waschräume der Gruppen, den Atelierwagen (der alle Mal- und Bastelutensilien fahrbar und verschließbar aufbewahrt), den neuen überdachten Kaffee-Wagen-Shopper (ein luxuriöser überdachter Leiterwagen) oder das geplante zukünftige Spaßbad.

Als der VEF 1975 gegründet wurde, war an Kindergarten-Arbeit noch gar nicht zu denken gewesen. „Beim Umzug haben wir noch alte, handgeschriebene Kassenbücher und auch eine Chronik gefunden, die bis vor wenigen Jahren aktualisiert worden war.“ Diese Chronik wird mit dem neuen Haus nun um viele Geschichten fortgeschrieben werden.

Die nächsten Termine:

23. Juni von 9 bis 12 Uhr, Tag der offenen Tür für U3-Einrichtungen;

25. August ab 14 Uhr: Teilnahme am RömKids-Tag aller städtischen Kinder- und Jugendeinrichtungen und Vereine auf der Kinder- und Jugendfarm sowie

28. August: Herbst-Flohmarkt in der TG-Halle.

Quelle: op-online.de

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