Kinder- und Jugendtag beim Hundeverein Rödermark

Ohne Leckerli geht oft gar nichts

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Mit einem Leckerli als Versprechen vorweg macht ein Hund vieles, worauf er eigentlich keine Lust hat. Die Kinder lernen im Hundeverein Rödermark rasch, das geschickt einzusetzen.

Ober-Roden - Mit dem Training von Hunden kann man gar nicht früh genug anfangen. Dies beherzigen die Kinder- und Jugendtage im Hundeverein Rödermark – ein Angebot für Acht- bis 14-Jährige.

Der Umgang mit dem Lebewesen Hund und die Körpersprache des Hundes sind dem Menschen nicht einfach angeboren. Drum ist es sinnvoll, sie im frühen Alter zu erlernen oder einzuüben, ehe es einmal Schwierigkeiten gibt. Genau darauf zielen die Kinder- und Jugendtage im Hundeverein Rödermark ab. „Sie sind wie der ganze Verein zunehmend stärker besucht, wir müssen ständig unsere Übungsstunden ausweiten, weil wir fast überrannt werden“, erzählt der Vorsitzende Hans Böhm, während er zum mindestens 25. Mal an diesem Nachmittag seine Pfeife wieder anzündet.

Zum Osterferienangebot für Acht- bis 14-Jährige mit oder ohne Hund waren diesmal 16 Kinder gekommen. Darunter waren zehn „Hundeneulinge“, die mit besonders umgänglichen und geduldigen Hunden der Vereinsmitglieder hier üben durften. Die Anderen hatten ihre eigenen Hunde dabei oder – wie der neunjährige Paul – Hund „Yogi“ von seiner Oma ausgeliehen.

Die Kinder erwartete wieder ein abwechslungsreicher Tag unter der Leitung von Hans Böhm und mehrerer Vereinsmitglieder wie etwa Julia Johne, die gerade in der umfangreichen Ausbildung zum Hundetrainer steckt, oder auch Bettina Hess. Einem theoretischen Beitrag mit ersten Grundregeln, wie man sich gegenüber Hunden verhält, folgten erste einzelne Übungen mit Hund, die nach dem selbstgekochten Mittagessen mit Schnitzel, Pommes und Pudding in einen Parcourslauf übergingen und am späteren Nachmittag mit kleinen Einzelprüfungen endeten. Darauf gab’s Pokale – für jedes Kind einen, denn viele Kinder haben sich hier auch wirklich selbst überwunden und so manches dazugelernt.

Leserbilder zum Hundetag (Teil 2)

Dazu gehörte, dass ohne Leckerli, die man dem Hund quasi „vorweg trägt“, meist überhaupt nichts geht, und dass man schon mal schwungvoll selber über die kleinen Hürden springen muss, wenn man seinen Hund dazu bekommen möchte. Dass es manchmal aber auch alles nichts nützt und der Hund eher so aussieht, als würde er sich über sein Herrchen oder Frauchen innerlich lustig machen statt selber in den engen dunklen Tunnel zu laufen oder über die Brücke. Und dass es schließlich immer eine Abkürzung gibt, die dann eben auch der junge Halter am anderen Ende der Leine mitgehen muss.

Respekt und Vertrauen sind den ganzen Tag über die Schlagwörter für die Kursteilnehmer. Und die Erkenntnis, dass mit Liebe und Fürsorge mehr zu erreichen ist als mit Kraft oder erhöhter Lautstärke. Die Liebe zwischen Mensch und Hund war so groß, dass nachmittags bei der kleinen Trink- und Esspause viele gar nicht aufhören wollten: „Wir haben keinen Hunger; können wir draußen bleiben?“

Doch nicht nur für die Jungen, auch für die „Silver-Ager“, die Generation 60+, bietet der Hundeverein etwas. Dafür gibt’s die Ü60-Stunde mittwochs von 15 bis 16 Uhr, in der alles etwas gemütlicher abläuft und den älteren Hundehaltern gezeigt wird, wie sie mit ihrem Hund auf gute Partnerschaft weiter zusammenleben können oder gar eine neue Freundschaft eingehen. Schließlich ist so ein Hund ein guter Kamerad auch im Alter. (chz)

Leserbilder zum Hundetag (Teil 1)

Quelle: op-online.de

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