Kinder-Spaß und Einkaufsfreude

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Während die Eltern sich in Geschäften tummelten, an Waffeln und Bratwürsten labten...

Urberach (chz) ‐ „Das Orwischer Weinfest steht und fällt halt mit dem Wetter, und da hatten wir ja gerade noch großes Glück!“ – das Fazit von Peter Müller, dem „Erfinder“ und Motor der Orwischer Woigass, fiel gut aus, nachdem am Samstagabend in der Gass’ buchstäblich fast nichts mehr ging und auch am Sonntag zur rechten Zeit die Sonne herauskam.

Großes Glück war‘s vor allem am Nachmittag des Muttertags für die vielen Familien, die vor dem Töpfermuseum von den vielfältigen Angeboten des Fördervereins der Kita St. Gallus freudig Gebrauch machten und sich dabei in der Sonne an Waffeln und Kuchen, Brezeln oder Bratwürsten labten.

Die zahllosen Kinder kreischten vor Begeisterung, als Michel aus Lönneberga alias Oliver Nedelmann auf der kleinen Bühne im Krug stecken blieb oder rasten mit bunt bemalten Gesichtern auf Buggys und Pedalos Richtung Töpfergasse.

Auch die Mühen mit den zumeist von Vereinen bewirtschafteten kleinen Weinlauben hatten sich gelohnt: für lange Nächte war‘s zu frisch, aber die Menschen genossen die leckeren Tropfen unterschiedlicher Anbaugebiete und Bouquets und schauten mal weniger in den Geldbeutel.

...hatten die jüngsten Weinfest-Besucher viel Spaß mit den Spielgeräten aus dem Spielmobil, das der Förderverein der Kita St. Gallus besorgt hatte.

„Das war ja vor zehn Jahren mein Hintergedanke: wir brauchen mal etwas, das den Vereinen hilft, die ja doch meist klamm in ihrer Haushaltskasse sind. Außerdem fördert das Weinfest das Miteinander, überwindet die alten Ortsgrenzen und ist wirklich für die Menschen da“, freut sich Peter Müller auch nach zehn Jahren noch – eine Zeit, in der sich wenig gewandelt hat am Grundgedanken und in der auch die Zahl der Wirte sich kaum verändert hat.

Peter Müllers größter Vorteil: er kennt die Menschen hier im alten Ort, und nur dadurch sind die organisatorischen und logistischen Probleme erträglich. Der eine Nachbar ermöglicht den Zugang zum Strom, der andere zum Wasser, und auch die mobilen Dixie-Häuschen hat er gut untergebracht: „Der Grundstücksbesitzer bekommt dann wieder mal ein paar Gläser selbst gemachte Marmelade von mir, und dann klappt das schon. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt der Fest-Macher.

Der pünktlich am Sonntag Nachmittag aufblitzende Sonnenschein erinnerte die Menschen zumindest entfernt daran, dass es bald Sommer werden könnte, und bescherte den Teilnehmern am verkaufsoffenen Sonntag ganz gute Geschäfte – gerade bei Frühjahrskleidung und Sonnenbrillen so wie etwa bei Optik Schallmayer (Foto). Reger Andrang herrschte am Märktezentrum beim Badehaus. Die Ober-Röder Läden hatten diesmal nicht teilgenommen, weil sie in Kürze mit dem großen Marktfest anlässlich der Wiedereröffnung des neugestalteten Ortskerns aufwarten werden.

Quelle: op-online.de

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