Unterstützung aus Nah und Fern

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Nach der Bescherung der „Rappelkiste“-Kinder mit dem gespendeten Spielzeug kümmerten sich die 29 Fünftklässler der Weibelfeld-Schule rührend und geduldig um die Kleinen und spielten mit ihnen, bis die Dreieichbahn sie wieder zurück brachte.

Urberach (chz) - Der Urberacher Mini-Kindergarten „Rappelkiste“ war neulich weit über Rödermark hinaus im Gespräch und animierte viele Menschen kurz vor Weihnachten zu guten Taten.

Nicht nur die Hände in den Schoß legen und warten, dass Stadt oder Kreis helfen – selber aktiv werden und fast bundesweit um Hilfe bitten, dachte sich der Vorstand, und traf damit voll ins Schwarze.

Hier ein paar erklärende Worte für alle, die die „Rappelkiste“ in der Halle Urberach nicht kennen: Die Elterninitiative besteht seit 20 Jahren und kümmert sich um die Betreuung von Kindern zwischen einem und drei Jahren. Derzeit sind es 24 Kinder in zwei Gruppen.

Im Sommer will die „Rappelkiste“ eine dritte Gruppe eröffnen

Im Sommer will die „Rappelkiste“ eine dritte Gruppe eröffnen: Die ebenfalls in der Halle Urberach beheimateten „Mini-Kids“ des Vereins für Familien- und Erziehungsfragen (VEF) beziehen demnächst einen Neubau in der Carl-Zeiss-Straße in Ober-Roden. Damit kann die „Rappelkiste“ ab April deren Räume übernehmen. Die müssen aber noch renoviert und komplett mit Möbeln ausgestattet werden.

Und da fängt das Problem an: Zwar unterstützen Stadt und Land Mini-Kindergärten finanziell, aber auch die Eltern müssen mit anpacken.

Die gute Idee kam von Vorstandsmitglied Stefanie Freier, die im Radio von der hr3 Advents-Aktion „Wir machen das klar“ hörte, sich dort bewarb und ausgewählt wurde. Ein Aufruf an die Hörer, die Rappelkiste zu unterstützen, lief ungewöhnlich erfolgreich. Neben Spielsachen von Privatleuten gab es innerhalb weniger Stunden viele nützliche Angebote für den bevorstehenden Umbau. Die Urberacher Firma Wunderlich etwa versprach die Farbe für die Wände; die Mainzer Firma Köbau stiftet Fliesen für das Bad; der Kronberger Abbruchunternehmer Krüger möchte die „Rappelkiste“ mit seiner Arbeitskraft unterstützen; Ikea Hanau spendet Kissen, Inlet, Bettwäsche und einen Warengutschein. Einen 300 Euro-Gutschein steuert der „Zwergenservice“ aus Blieskastel zur Einrichtung bei, und auch die „Happy Kidz“ aus Dresden spenden einen Tisch und sechs Stühlchen. Sogar fürs nächste Sommerfest ist schon gesorgt mit einer Hüpfburg von Spass-Verleih.de Dazu kommen laufend private Spenden aller Art von hr3-Hörern.

Spielzeug-Aktion der Weibelfeld-Schule

Eine besonders nette Aktion hat sich die Klasse 5b der Dreieicher Weibelfeld-Schule einfallen lassen: Ihre Lehrerin hatte den Aufruf im Radio gehört und die Schüler gefragt, ob sie sich wohl von eigenem Spielzeug trennen können und wollen. Die Resonanz war überschwänglich, der Kontakt zur „Rappelkiste“ wurde hergestellt und kurz vor den Weihnachtsferien kamen 29 Kinder mit der Dreieichbahn nach Urberach und besuchten die „Rappelkiste“. Leider ohne die inzwischen erkrankte Klassenlehrerin, aber mit Kollegin Sabine Schmidt und einer Mutter.

Nach einer kurzen Kennenlernphase übergaben die Schüler ihre liebevoll verpackten Mitbringsel den „Rappelkisten“-Kindern, die von den vielen Großen zwar beeindruckt waren, aber mit großen Augen und ohne jegliche Berührungsängste vor der verfrühten Bescherung schon Kontakt aufnahmen. Liebevoll und durchaus geduldig gingen die Schüler mit ihren kleinen Schützlingen um, halfen nach dem Geschenkeverteilen beim Auspacken und knieten sich sofort zu Puzzles, Miniautos, Puppenbadewanne oder Bilderbuch. Danach wurden die Geschenke eingesammelt und warten nun gut verpackt auf die neue Gruppe.

Vorstandsmitglied Claudia Braun bedankte sich im Namen des Teams herzlich und freut sich: „Im U-3-Bereich tut sich was!“ Wer auch gerne Kontakt mit der Rappelkiste aufnehmen möchte: Tel: 06074 1602 oder info@rappelkiste-roedermark.de. Infos gibt’s über www.rappelkiste-roedermark.de.

Quelle: op-online.de

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