Von „Kipferls Touristik“ bleibt nur der Name

Ober-Roden ‐ Das Busununternehmen „Kipferls Touristik“ ist pleite und wurde bereits am 1. Oktober an einen Investor in Mecklenburg-Vorpommern verkauft. Der löst zur Zeit den Firmensitz in Ober-Roden auf, will den Namen aber mitnehmen. Von Michael Löw

Das Traditionsunternehmen „Kipferls Touristik“ wurde verkauft und verlegt seinen Sitz nach Plau am See in Mecklenburg-Vorpommern. Die zuletzt elf Angestellten erhielten nach Auskunft von Rechtsanwalt Götz Lautenbach, den das Gericht Anfang August zum Insolvenzverwalter bestellt hatte, Änderungskündigungen. Der neue Besitzer Thomas Becken bot ihnen Jobs in Plau an.

„Der neue Investor musste in denen vergangenen zwei Monaten viel Geld reinstecken. Trotzdem war der Geschäftsbetrieb in seiner bisherigen Form nicht mehr zu finanzieren“, sagte Lautenbach auf Anfrage unserer Zeitung. Noch im September ging seine Kanzlei BBL von einem Neuanfang aus und hoffte möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Damals beschäftigte „Kipferl‘s Touristik“ 40 Menschen.

Das Insolvenzverfahren habe jedoch „hohe Altverbindlichkeiten“ ans Licht gebracht. Unabhängig davon, so Lautenbach, seien die Räume in Ober-Roden zu groß und - wie die Busse - zu teuer gewesen. Drei der fünf Fünf-Sterne-Busse habe Becken deshalb verkauft.

Thomas Becken besitzt in Mecklenburg-Vorpommern Hotels und betreibt zwei Buslinien. Im September übernahm er die private Eisenbahngesellschaft Potsdam. Zumindest bis Frühjahr will Becken ein kleines Büro in Rödermark unterhalten, um das Sommergeschäft mit den hochpreisigen Kipferl‘s-Reisen anzukurbeln.

(Ehemalige) Mitarbeiter werfen Becken vor, mit der Bus-Touristik nichts am Hut zu haben und einfach nur alles zu Geld gemacht zu haben.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Bernd-Boscolo / Pixelio.de

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