Kinder führen Kinder durch Kirche

Nur keine Angst vorm Beichtstuhl

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Der Beichtstuhl: ihn umgibt meist etwas Geheimnisvolles. Doch die Kinder brachten es bei ihrer Führung ganz klar auf den Punkt: „Hier kann der Pfarrer, wenn du etwas Böses getan hast, dir verzeihen.“

Urberach - Ging es an den Tagen des Pfarrfestes in Urberach hauptsächlich um das neue Gemeindezentrum, so wurde auch die Pfarrkirche in einem neuen Licht dargestellt. Neu im Programm war diesmal eine ganz spezielle Kirchenführung: die erste Führung von Kindern für Kinder.

Über Tanja Hiess, die monatlich zu einem kleinen Gottesdienst für Kindergarten-Kinder einlädt, hatten sich Tochter Paula sowie Colin Brandt und Angelina Plentz - alle drei sechs Jahre jung - dieser Aufgabe angenommen und sich zuvor gründlich vorbereitet. Rund 15 Kinder, viele von ihnen über die Kita St. Gallus schon mit der Kirche vertraut, schlossen sich den drei „Kirchenführern“ an.

Angelina begann mit ihren Erklärungen schon im Eingangsbereich mit den Weihwasserbehältern und den Türen, Paula erzählte Wissenswertes über Altar und Tabernakel, das Allerheiligste jeder Kirche, und erläuterte genau, wo auf den roten Samthockern im „echten“ Gottesdienst wer sitzen darf: „Hier in der Mitte sitzt der Pfarrer!“ Ein Grund für alle Beteiligten, mindestens einmal genau dort Probe zu sitzen und sich ganz besonders zu fühlen. Der Heilige Gallus mit seinem Bären oder der Betschemel am Seitenaltar standen bei Colin im Mittelpunkt und natürlich die Treppe: „Hier geht’s hoch zu den Kirchenglocken und zur Orgel.“

Das interessanteste Thema hatte sich Paula ausgesucht: „Das hier sind die Beichtstühle. Wenn jemand etwas Böses getan hat, kann der Pfarrer ihm darin verzeihen.“ Derweil berichtete Paulas Mutter den erwachsenen Begleitern schmunzelnd von der Generalprobe, als die Kinder das geübt und sich dabei ganz ernst von ihren kleinen Verfehlungen der letzten Tage erzählt hatten.

Bilder der Kirchenorgel von St. Gallus

Neuer Wohlklang für Kirchenorgel

Am meisten konnten die Kinder mit den Gesangbüchern anfangen, vor allem mit den gelben Ordnern mit den neueren Liedern. Die kannten sie weitgehend aus ihren Kindergarten-Gottesdiensten schon.

chz

Quelle: op-online.de

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