Entwarnung für die Kita „Herzenskinder“

Legionellenverdacht ausgeräumt

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Ober-Roden - Entwarnung gibt die Gesundheitsaufsicht beim Kreis Offenbach für die Kita „Herzenskinder“ an der Odenwaldstraße. Nach Wasserproben hat sich der Verdacht auf Legionellen nicht bestätigt.

„Die Kita muss nicht geschlossen werden“, sagte eine Sprecherin des Kreises gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Eigentümer des Gebäudes an der Odenwaldstraße ist die Stadt, Betreiber der Kita für 36 Kinder unter drei Jahren die Arbeiterwohlfahrt. Bei der Untersuchung des Frischwassers gemäß der Trinkwasserverordnung war eine „erhöhte Koloniezahl unbestimmter Bakterien“ festgestellt worden. Legionellen oder auch Colibakterien konnten dem Kreis Offenbach zufolge bei der Beprobung allerdings ausgeschlossen werden. Anonyme Anrufer hatten gegenüber unserer Zeitung den Legionellenverdacht geäußert.

Die Gesundheitsaufsicht empfahl bei einem Ortstermin, in einer kaum benutzten Kita-Dusche das heiße Wasser regelmäßig laufen zu lassen. Zur Vorsicht sollen die Erzieherinnen die Dusche in einem Bad ohne Fenster sofort nach dem Öffnen der Wasserhähne verlassen. Aus dem Kreis der Kindergärtnerinnen sei der Vorschlag gekommen, bei der Prozedur einen Mundschutz zu tragen, sagte die Kreis-Sprecherin. Auch sei der Hinweis gegeben worden, sämtliche Leitungen zu spülen. „Es wäre gar nicht erst zu dem Problem gekommen, wenn diese Dusche regelmäßig benutzt worden wäre“, hieß es.

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Erster Stadtrat Jörg Rotter ist heilfroh, dass die Sache glimpflich verlaufen ist. Im Handwaschbecken der Kita-Küche sei eine Kaltwasserprobe genommen worden. Die mikrobiologische Untersuchung habe erhöhte Werte hinsichtlich der Koloniezahl, aber keine Legionellen, ergeben. Eine Nachbeprobung habe inzwischen bestätigt: „Alle Werte liegen unterhalb der Grenzwerte.“ Das sei gestern seitens der Stadt bei dem Untersuchungsinstitut telefonisch vorab erfragt worden. Grundsätzlich lasse die Stadt alle öffentlichen Einrichtungen gemäß den Vorgaben des Gesundheitsamtes regelmäßig überprüfen. „Das machen wir aus dem aktuellen Anlass jetzt zusätzlich noch einmal“, kündigt Rotter weitere Vorsichtsmaßnahmen an.

Die U-3-Einrichtung in einem Ende 2013 fertiggestellten Neubau der Kommunalen Betriebe Rödermark war erst im vergangenen Juli offiziell eröffnet worden. Auf dem städtischen Grundstück ist auch die Betreuungseinrichtung „Stoppelhobser“ zuhause. Die AWO nutzt den vorderen Teil des Gebäudes.

bp

Quelle: op-online.de

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