Klarer Sieg im Trainingsspiel ohne Gegner

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So wie ein Ball seinen Weg ins gegnerische Tor findet, soll Norbert Rink zum Volltreffer der CDU bei der Bürgermeisterwahl in gut einem Jahr werden. Außer ihm bewerben sich Amtsinhaber Roland Kern (AL), Stefan Junge (SPD) und Hans Gensert (FDP) um den Posten des höchsten Rödermärker Wahlbeamten.

Rödermark (ey) ‐ Nachdem ihn die Mitglieder der Rödermärker CDU zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gewählt hatten, bekam Norbert Rink von Patricia Lips zwei Geschenke. Neben der Hessischen Gemeindeordnung - zur weiteren Einarbeitung in die ihm bisher noch nicht so vertraute Kommunalpolitik - hatte die Stadtverbandvorsitzende auch einen Fußball mitgebracht.

Das zweite Geschenk verband Lips mit einer klaren Vorgabe: „So ein Ball hat immer ein Ziel. Schieß ihn ins Tor.“

Um im Bild zu bleiben: Im ersten internen Trainingsspiel für die Bürgermeisterwahl 2011 gab es einen lockeren Aufgalopp. 41 der 44 anwesenden Mitglieder stimmten für den 55-jährigen Diplom- Volkswirt, der im März kommenden Jahres der aussichtsreichste Herausforderer von Amtsinhaber Roland Kern sein dürfte. Es gab drei Gegenstimmen.

Bevor sich der parteilose Bewerber den CDU-Mitgliedern vorstellte, hatte Patricia Lips noch einmal die Gründe skizziert, die den Vorstand dazu bewogen hatten, Rink für die Kandidatur vorzuschlagen. Bei der Suche nach einem geeigneten Bewerber habe man sich eine ganze Reihe Fragen gestellt. Kriterien waren unter anderem die Vernetzung des Bewerbers ins gesellschaftliche Leben der Stadt, Erfolge im wirtschaftlichen Bereich, kommunikative Fähigkeiten und Durchsetzungsvermögen. Außerdem sei dem Vorstand wichtig gewesen, dass der Bewerber zwar den Werten der Partei verbunden ist, aber gleichzeitig als Angebot für alle Bürger der Stadt wahrgenommen werde.

Stillstand bedeute immer Rückschritt

Das Ergebnis der Überlegungen, so Lips, sei eindeutig gewesen: „Norbert Rink vereinigt für uns wie kein Anderer die Antworten auf all diese Fragen.“ Rink sei eine Person, die auf Menschen zugehen und sie vor allem für seine Ziele begeistern könne. „Der moderierende Präsidialstil ist seine Sache nicht. Wir sehen in ihm viel mehr einen Motor, einen Impulsgeber, der die Entwicklung seiner Heimatstadt mit seinen Ideen maßgeblich voranbringen kann.“

Als eben jener Motor und Impulsgeber versuchte sich Rink, derzeit Vorstand des Innovationscentrums Rödermark und damit oberster Wirtschaftsförderer der Stadt, dann auch in seiner Rede zu positionieren. Gerade vor dem Hintergrund der großen Herausforderungen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise habe er in den vergangenen Jahren einen Schwerpunkt seiner Arbeit darin gesehen, „hunderte von Arbeitsplätzen vor Ort zu erhalten, beziehungsweise durch die Ansiedlung neuer Unternehmen zusätzliche zu schaffen.“

Stillstand bedeute immer Rückschritt. „Wir können und dürfen es uns nicht erlauben, zu glauben, dass alles wie es jetzt ist, ganz nett und in Ordnung ist und wir uns einfach zurücklehnen können“, warnte Rink vor Bequemlichkeit. „Wenn wir die Vielfalt, die Strukturen und die sozialen Errungenschaften in unserer Stadt erhalten wollen, müssen wir auch weiterhin große Anstrengungen unternehmen.“

„Es geht sichtbar voran“

Eine attraktive Gestaltung der Ortskerne sei zur Sicherung der Lebensqualität von großer Bedeutung. Dabei könne man zwar immer unterschiedlicher Meinung sein, wie dies zu geschehen habe. Am Ende zähle aber das Ergebnis. „Es geht sichtbar voran“, meinte Rink mit Blick auf die gerade laufenden Arbeiten rund um den Ober-Röder Marktplatz.

Im übrigen habe er, so Rink, bereits in der Vergangenen politisches Interesse für alle Stadtteile gezeigt. Das werde auch in Zukunft so bleiben. Damit ging er auf den Vorwurf der Bürgermeisterpartei AL ein, er sei in erster Linie Ober-Röder und Germania-Präsident. Er sei sich bewusst, dass seine Kandidatur in wirtschaftlich schwierge Zeiten falle. „Doch gerade deshalb möchte ich mit meinen Erfahrungen einen Beitrag an wichtiger Stelle leisten. Ich möchte in vielfältiger Weise die Entwicklung unserer Stadt voran bringen. Dafür verspreche ich Ihnen, hart zu arbeiten“, kündigte Kandidat Norbert Rink an.

Quelle: op-online.de

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