Kleine Kinder mittags länger betreuen

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Die „Stoppelhobser“ betreuen derzeit ein Dutzend Kleinkinder - allerdings nur an Vormittagen. Der Mini-Kindergarten will sein Angebot auch auf den Nachmittag ausdehnen, braucht dafür aber die Unterstützung der Stadt.

Ober-Roden - (lö) Mini-Kindergärten, die ihre Betreuungszeiten erweitern wollen und dafür Geld brauchen, laufen bei der Stadt offene Türen ein.

„An den Kosten für Baulichkeiten soll‘s nicht liegen, da sind wir zu vielem bereit“, versicherte Bürgermeister Roland Kern gestern den „Stoppelhobsern“. Die seien ohnehin „ganz schön preiswert für die Stadt“:Der jährliche Zuschuss beträgt derzeit gerade einmal 6 400 Euro. Mit so wenig Geld könne die Stadt diese Leistung nicht erbringen.

Drei Erzieherinnen betreuen in der Odenwaldstraße 70 a täglich von 8.30 bis 12.30 Uhr zwölf Eineinhalb- bis Dreijährige. Für die Nachmittagsbetreuung brauchen die „Stoppelhobser“ einen Ruheraum und eine Küche, erläuterte die Vorsitzende Sabine Köhler. Doch ohne Unterstützung könne die Initiative selbst diesen kleinen Umbau nicht finanzieren.

Auch in Rödermark suchen immer mehr Eltern schon vorm Eintritt in den Regelkindergarten einen Betreuungsplatz für ihr Kleinkind, weil sie arbeiten wollen oder müssen. Das Angebot von Stadt und freien Trägern deckt diesen Bedarf bei weitem nicht, in den Mini-Kindergärten gibt‘s teils lange Wartelisten. Die Andere Liste will deshalb zusätzliche Plätze schaffen.

In einem Antrag für die Mai-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung fordert sie den Magistrat auf, in den eigenen Einrichtungen nach Möglichkeiten dafür zu suchen beziehungsweise mit den Kirchengemeinden und freien Trägern darüber zu verhandeln. Bis zur Verabschiedung des Haushalts 2009 am 12. Mai soll der Magistrat sagen, wie viel Geld er dafür benötigt.

Der AL-Fraktionsvorsitzende Stefan Gerl hält eine Umstrukturierung in städtischen Kindergärten für eine der denkbaren Alternativen. Dort gehe die Zahl der Kinder im Alter zwischen drei und sechs zurück, das könne doch Platz für die ganz Kleinen schaffen.

Quelle: op-online.de

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