Kleinkinderbetreuung: Tagesmütter erhalten mehr Hilfe

Rödermark ‐ Tagesmütter sind in Rödermark Mangelware, obwohl sie bei der Betreuung von Kleinkindern (U 3-Betreuung) eine wichtige Rolle spielen. Von Michael Löw

Wie die Stadt Rödermark den Mangel beheben will, erläuterten Bürgermeister Roland Kern und Herbert Lotz vom Kinderschutzbund. 30 Namen standen früher einmal auf der Tagesmütter-Liste des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB). Mittlerweile ist sie auf zehn geschrumpft. Die bürokratischen Hürden für Frauen, die daheim anderer Leute Kinder betreuen, wurden immer höher, ebenso der Zeitaufwand für die Aus- und Weiterbildung. Tagesmutter zu sein, rechnete sich oft nicht mehr.

Anfang des Jahres hat der Kreis Offenbach gegengesteuert und - unter anderem - die Bezahlung neu geregelt. Die Stadt Rödermark hat flankierende Maßnahmen beschlossen, um die Tagespflege wieder attraktiver zu machen. Beide haben erkannt, dass Tagesmütter ihnen bei der Kleinkindbetreuung viel Arbeit und damit Geld sparen.

Die Stadt unterstützt die Tagesmüttervermittlung des Kinderschutzbundes mit 18 000 Euro im Jahr, erläuterte Bürgermeister Roland Kern.

Am 18. September beginnt der nächste Ausbildungskurs des Kreis. Interessenten können sich beim Kinderschutzbund melden. „Wir freuen uns nicht nur über junge Mütter, sondern auch über etwas ältere Frauen, deren Kinder schon größer sind“, sagt der stellvertretende DKSB-Vorsitzende Herbert Lotz.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare