Kommentar: Koalition vor neuer Belastung

Das hat den Rödermärker Christdemokraten 15 Monate vor Kommunal- und Bürgermeisterwahl gerade noch gefehlt. Mit Tobias Kruger kehrte ein junger Mann, den seine Parteifreunde in zahlreiche Führungspositionen gewählt haben, der CDU den Rücken. Von Michael Löw

Man mag zu Kruger stehen wie man will, seine mitunter theatralische Rhetorik ist nicht jedermanns Sache. Doch viele dieser profilierten Redner hat die größte Fraktion im Stadtparlament nicht. Krugers Abgang schwächt die CDU, auch wenn‘s der Vorstand erst mal nicht zugeben will. Ob der Wechsel die FDP so stärkt, wie sich das der Partei- und Fraktionsvorsitzende Hans Gensert erhofft, steht auf einem völlig anderen Blatt. Kruger ist ehrgeizig und hat die Partei bestimmt nicht gewechselt, um Politik aus der zweiten Reihe zu machen.

Und wie sieht‘s mit der schwarz-gelben Koalition aus? Das ohnehin nicht gerade einfache Binnenverhältnis (Stichwort: Badehaus) wird von jetzt an noch ein Stück komplizierter, Krugers Wechsel dürfte die Zusammenarbeit belasten.

Quelle: op-online.de

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