Hunde an die Leine

Kommentar: Beliebtes Feindbild

Ärger ist vorprogrammiert: Der Naturschutzbund sorgt sich um Rebhuhn, Kiebitz & Co. und macht für das Verschwinden dieser Vögel rücksichtslose Hundehalter verantwortlich, die ihre Tiere einfach über Wiesen und Äcker rennen lassen.

Da lassen Widerworte nicht lange auf sich warten; Der Artikel „Gassi gehen an der kurzen Leine“ dürfte spätestens heute Nachmittag voller Äußerungen zu diesem Aufreger-Thema sein.

Sicher gibt es Hundebesitzer, die sich einen Teufel darum scheren, ob schlecht erzogene Hunde Vogeleltern von ihren Nestern aufscheuchen und hilflose Jung-Piepmätze dem sicheren Tod ausliefern. Das sind vermutlich auch jene Zeitgenossen, denen es egal ist, wo ihre Hunde ihre Haufen hinterlassen. Ob das 5, 10 oder 20 Prozent aller Halter sind, sei dahin gestellt. Jeder ist einer zuviel.

Aber der Nabu macht es sich zu einfach, wenn er alle Hundebesitzer zu Feld-, Wald- und Wiesenrambos erklärt. Die Mehrheit hält sich an die Regeln. Nur rund 190 Anzeigen gegen Hundehalter in elf Jahren bestätigen dies.

Lesen Sie dazu auch den Artikel:

Gassi gehen an der kurzen Leine

Rödermarks Außengemarkung ist nun mal Freizeitstätte von Jung und Alt und keine unberührte Landschaft. Kinder spielen an der Rodau, Spaziergänger genießen die Ruhe auf schmalen Feldwegen, Radfahrer schätzen autofreie Verbindungen in die Nachbarstädte. Es gibt also viele „Störenfriede“ - als Feindbild taugt aber offenbar keiner so gut wie der Hundehalter.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © op-online.de

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