Kommentar: Ganz unten? Pech gehabt!

Den letzten beißen die Hunde. Das erfährt Rödermark täglich neu - nicht nur, weil es am Oberlauf der Rodau liegt und sein Abwasser weit gründlicher reinigen muss als Kommunen näher an der Mündung. Von Michael Löw

Bei der Kleinkinderbetreuung ist's noch viel schlimmer, ganz unten in der Hierarchie zu stehen. Der schwarz-gelb regierte Bund gibt einen Versorgungsgrad vor, der blanke Theorie ist, das schwarz-gelb regierte Hessen legt ein Förderprogramm auf, das viel zu knapp bemessen ist. Und Kämmerer Alexander Sturm, Vizechef einer schwarz-grünen Stadtregierung, fühlt sich wieder einmal allein gelassen.

Denn das finanziell klamme Rödermark finanziert neue Mini-Kindergärten zu mehr als 50 Prozent, bezahlt die laufenden Kosten nahezu allein und wird von den Eltern vor Gericht gezerrt, die im August 2013 keinen Betreuungsplatz für ihr Kind kriegen. Größer könnte der Frust im Rathaus kaum sein.

Müssen sich die christdemokratischen Spitzenpolitiker in Berlin und Wiesbaden da noch wundern, wenn die eigenen Leute immer stärker auf Distanz gehen?

Quelle: op-online.de

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