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Kommentar: Zweifelhafte Selbsthilfe

Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Nach diesem Motto will die SPD die Hauptstraße in Urberach verengen und den Durchgangsverkehr auf die K-L-Trasse zwingen. Von Michael Löw

Die Idee, störrischen Nachbarkommunen oder hartleibigen Ministerialbeamten mit einer ortsinternen Lösung ein Schnippchen zu schlagen, hat einen gewissen Charme.

Doch der SPD-Vorschlag kann ruckzuck zur nächsten Enttäuschung für die Anwohner von Traminer und Konrad-Adenauer-Straße werden, die seit Jahrzehnten vergeblich auf eine Entlastung warten. Der Bund - das ist zu befürchten - wird so schnell keinen Cent locker machen, um gut 1700 Meter Bundesstraße auf Bestellung einer einzelnen Kommune umzubauen.

Dann sind da noch besagte Anlieger: Die blicken garantiert nach Waldacker und überlegen, ob sie sich monatelang eine Großbaustelle vor der Hofeinfahrt zumuten wollen. Und ob ein Süd-Urberacher, der zur Arbeit nach Dreieich oder Langen muss, von 1 700 Metern Schmalspur-Fahrbahn begeistert ist, steht ebenfalls in den Sternen.

Die SPD gibt sich viel Mühe, die festgefahrene Diskussion um eine Verkehrsentlastung für Urberach wieder in Gang zu bringen. Doch Mühe allein reicht bekanntlich nicht.

Quelle: op-online.de

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