Einsparungen, Sauna-Verpachtung und Verkäufe bringen Plus 

Kommunale Betriebe erzielen Überschuss von 900.000 Euro

Rödermark - Die Kommunalen Betriebe (KBR) haben besser gewirtschaftet als kalkuliert. Die jetzt geprüfte Jahresrechnung 2015 weist einen Überschuss von 898 221 Euro aus. Die ursprüngliche Planung sah ein Defizit von rund einer Million Euro vor.

Die Kommunalen Betriebe haben unter anderem durch den Verkauf des alten Urberacher Rektorhauses an eine Kinderärztin, die Verpachtung der Sauna im Badehaus und durch unbesetzte Stellen 2015 ein Ergebnis erzielt, das um fast 1,9 Millionen Euro besser war als geplant: Statt einer Million Euro Miese steht nach der unabhängigen Prüfung ein Plus von 898.221 Euro in der Bilanz. „Wesentliche Gründe für das gute Ergebnis sind neben Kosteneinsparungen auch der Verkauf des Anwesens in der Töpferstraße“, erklärte der für die KBR zuständige Erste Stadtrat Jörg Rotter. Das Personal des Betriebshofs ist auf 24 Stellen geschrumpft. In der Grünpflege setzt die Stadt verstärkt Maschinen ein, manche Arbeiten werden aber auch in größeren Abständen erledigt. Rödermark hat nach Auskunft von Bürgermeister Roland Kern inzwischen je Einwohner die niedrigsten Personalkosten aller 13 Kreiskommunen und des Kreises.

Um mindestens 100.000 Euro will Rotter das Defizit des Badehauses senken. Mit der Verpachtung des Wellnessbereichs an die „Saunaritter“ ab Oktober 2015 hätten die KBR einen ersten Schritt getan. In der Jahresrechnung 2016 werde die Wirkung deutlich zu spüren sein. Die KBR haben das Defizit im Badehaus von 1,2 Millionen auf knapp unter 900 000 Euro gesenkt. Nur noch 800.000 Euro Miese pro Jahr bezeichneten Kern und Rotter als „Superergebnis“, alles darunter wäre aber „utopisch“. Kern bekräftigte, dass die Stadt das Schwimmbad trotz des hohen Zuschusses weiter betreiben will. Es diene der Gesundheitsfürsorge und helfe der Stadt, ein Unterrichtsziel des Landes zu erfüllen: Alle Rödermärker Kinder können nach der Grundschule schwimmen.

Von den guten Ergebnissen profitierten auch die Bürger: Abwasser- und Abfallgebühren blieben stabil. Gleichzeitig investierten die KBR 166.000 Euro in die Kanalsanierung und 137.000 Euro in die Energietechnik der Kläranlage. Größte Investition waren indes die 900.000 Euro für den Umbau der ehemaligen Helene-Lange-Schule in die Kita „Villa Kunterbunt“. (lö)

Bilder: Frühlingsmarkt in Rödermark

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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