Komplimente für die Pflege

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Heimleiterin Schwester Dorothea Lakowitz (vorn) erläuterte Petra Müller-Klepper und Frank Lortz das Haus. Station machten sie auch auf einem Balkon. Erster Stadtrat Alexander Sturm (hinten, rechts), begleitete die Gruppe. Am Wochenende 19./20. März 2010 feiert die Einrichtung ihr 20-jähriges Bestehen akademisch und mit einem Tag der offenen Tür.

Ober-Roden / Seligenstadt (bp) ‐ „Vorzeige-Einrichtung, wunderbares Haus“: die Komplimente des CDU-Landtagsabgeordneten Frank Lortz für das Ober-Röder Alten- und Pflegeheim Morija hätten nicht größer sein können.

Der Froschhäuser Vizepräsident des hessischen Landtags stattete dem Haus gestern einen Besuch ab und brachte einen hohen Gast mit. Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, machte sich ein Bild von der Institution, die sie bisher nur „vom Schreibtisch kannte“. Die Staatssekretärin kam nicht ohne Geschenk. 544 000 Euro Zuschuss aus Steuergeldern gibt das Land Hessen zur Erfüllung von Brandschutzauflagen dazu. „Das sage ich verbindlich zu.“

180 000 Euro muss das Haus Morija selbst aufbringen, 350 000 Euro erhofft man sich vom Deutschen Hilfswerk. Das rechnete Projektleiter Reiner Kappl vor.

Architekt Eric Brecht beschrieb die Baumaßnahmen: alte Decken raus, neue rein, Brandmelder in jedem Raum, neue Brandmeldeanlage, Sanierung der Notrufanlage (Betreuer können dann bei einem Notruf in jedem Zimmer sehen, wo der Alarm ausgelöst wurde), zusätzliche Beleuchtung, elektrische Außenjalousien.

Heimleiterin Schwester Dorothea Lakowitz dankte für die unbürokratische Landeshilfe. Die Zuwendung stelle sicher, „dass unsere Pflege gut bleibt“. Denn das Haus stecke „alles Geld ins Personal“. Als die Brandschutzauflagen kamen, habe sie befürchtet, dies sei nun nicht mehr möglich.

Bundesweit an der Spitze in Sachen Seniorenförderung

Staatssekretärin Müller-Klepper sagte, das Land gebe für die Förderung von Seniorenarbeit pro Jahr 30,5 Millionen Euro aus und liege damit bundesweit an der Spitze. Ganz bewusst unterstütze man eine „qualifizierte und wohnortnahe Pflege“ sowie ganz besonders „innovative Einrichtungen“ wie etwa das Haus Morija. Insofern sei der Entschluss zum Zuschuss „leicht gefallen“. Entscheidend dabei sei auch „der besondere Geist dieses Hauses“ gewesen - die Orientierung an einer christlichen Philosophie, die die Würde des Menschen in den Mittelpunkt allen Bemühens rücke.

Frank Lortz ließ auch die Verdienste des ProMorija Freundeskreises und des Vorstandsmitgliedes Margot Süß nicht unerwähnt. Margot Süß selbst schilderte die Motive, aus denen der Kreis vor zehn Jahren seine Arbeit begonnen habe: „Alte Menschen haben viel zu wenig Lobby.“

Nach einem Rundgang fuhren Lortz und Petra Müller-Klepper weiter nach Seligenstadt in die Emma Klinik. Dort trafen sie die Klinikleitung, um sich über die Arbeit und das Leistungsspektrum der Klinik und die Pläne, in Kooperation mit dem Klinikum Offenbach eine Kinderstation in Seligenstadt einzurichten, zu informieren. Themen waren auch die Weiterentwicklung der wohnortnahen Versorgung für die Region Seligenstadt sowie die bessere Verzahnung ambulanter und stationärer medizinischer Angebote.

Quelle: op-online.de

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