Ehrenamtler der Quartiersgruppe Urberach leisten Hilfe zur Selbsthilfe

Kur für kränkelnde Computer

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Ute Löbig lässt sich von Peter Brinkhus einweisen, wie sie ihren Laptop wieder internetfähig bekommt. Günter Lenhardt assistiert ihn bei der Hilfe zur Selbsthilfe.  

Urberach - Fünf Männer und eine Frau sind für manchen verzweifelten Computerbesitzer Retter in größter Not. Die PC-Hilfe der Quartiersgruppe Urberach will und kann keinen Komplettservice anbieten, sondern leistet Hilfe zu Selbsthilfe. Von Christine Ziesecke 

Ist der Computer manchmal unpässlich? Dann hat Glück, wer in Rödermark wohnt. Der kann nämlich versuchen, im Bürgertreff Waldacker oder im „SchillerHaus“ in Urberach Hilfe zu bekommen. Support heißt das bekanntlich im Englisch der IT-Leute.
„Wir wissen Rat und versuchen kostenfrei bei Ihrem Problem zu helfen“, versprechen die guten PC-Geister von der Quartiersgruppe Urberach. Jeden letzten Mittwoch im Monat bieten sie von 19 bis 21 Uhr im „SchillerHaus“ eine PC-Sprechstunde an. Dazu sollten sich Bürger, wenn irgend möglich, anmelden, am besten über das Online-Formular www.quartier-urberach.de.

Der Grund ist verständlich: Im Team, das sich der Sorgen annimmt, gibt’s Spezialisten für verschiedene Probleme und Problemchen kränkelnder Computer. Der rechte Mann zur rechten Zeit kann die Heilung gewaltig beschleunigen. Wobei es vermessen wäre zu erwarten, dass der Helfer den PC einrichtet, aufräumt, mit frischen Treibern beschleunigt oder Ähnliches. Er hilft den Besitzern, dies selbst zu machen. Und zwar so, dass sie es beim nächsten Mal auch noch können.

Das Team mit Günter Lenhardt, Peter Brinkhus, Jürgen Heckwolf, Alexander Laufer, Dieter Metz und manchmal auch Alexandra Meiler ist großteils berufstätig und deshalb abends erst „im Dienst“. Dazu kommt Arya, ein junger Mann aus Persien, Spezialist für Handys.

An diesem Spätnachmittag sind fünf Fälle angemeldet. Ute Löbig ist mit ihrem Laptop die erste Patientin. Ihr Rechner verbindet sich nicht mehr mit dem Internet. Geduldig steht Peter Brinkhus nach einigen aufmerksamen Blicken ins Software-Innenleben hinter ihr und führt sie mit sicherer Lenkung durch verschiedene Wege, bis ein erfreuter Ruf ertönt: „Oh, jetzt geht’s wieder!“

Wunder hat Peter Brinkhus sicher ebenso wenig vollbracht wie gezaubert, aber als eingefleischter Fachmann oder zumindest routinierter User kennt er die Handicaps, die sich in diesen Apparaten verbergen. Doch er gibt Hilfe zur Selbsthilfe, damit Ute Löbig beim nächsten Ausfall vielleicht selbst auf den Fehler kommt und ihn beheben kann.

„Wir kümmern uns hier allerdings nur um Laptops, Desktops (also die Rechner in den großen Gehäusen) sind zu aufwendig“, erläutert Günter Lenhardt. Angefangen hat die Truppe im Januar dieses Jahres: mit einem Schlüssel fürs „SchillerHaus“, dem notwendigen technischen Equipment wie den eigenen Laptops, Mehrfachsteckdosen und mit einem Sparschwein für die kleinen Spenden als Dankeschön. „Wir brauchen oft eine oder eineinhalb Stunden, bis ein Problem gelöst ist – drum lohnt sich die Anmeldung.“

Was ein gutes Telefon für Ältere ausmacht

23 ratlosen oder ratsuchenden Computerbesitzern konnte hier schon geholfen werden. Die Besucherspanne reicht von zwei beim ersten Termin bis zu durchschnittlich fünf bis sechs Besuchern in den vergangenen Monaten.

Für ihre Arbeit haben die PC-Helfer sogar eine Präambel entworfen, die es zu unterschreiben gilt und die unter anderem auch den Passus enthält, dass jeder Nutzer im Vorfeld seine Daten sichern sollte, da keine Garantie für eventuelle Datenverluste übernommen wird.

Nächster Termin: 31. Januar, ab 19 Uhr im „SchillerHaus“, Schillerstraße 17; Kontakt: www.quartier-urberach.de/ oder g-lenhardt@t-online.de

Quelle: op-online.de

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