Kreatives Künstler-Trio legt jetzt los

+
Michael Schmidt, Heike Langguth und Anna Viper (von links) sind die drei Neuen bei den Rödermärker Künstlern von KiR – ein kleiner Eindruck ihrer Kunstobjekte ist derzeit im FarbRaum im CityCenter im Breidert Ober-Roden zu sehen.

Ober-Roden (chz) - Kunst-Haus im alten Seitzhaus vor der Kulturhalle, FarbRaum im CityCenter, Litfasssäulen, Stelen und Plastiken an vielen Stellen in der Stadt – die Rödermärker Künstler breiten sich aus, auch von innen heraus.

Jetzt haben sich drei Neue der Gruppe KiR angeschlossen. Sie alle sind Ober-Röder und schon lange künstlerisch tätig, aber gehen erst jetzt oder jetzt wieder an die Öffentlichkeit.

Heike Langguth (47) etwa hat früher schon aktiv Kunst betrieben. Bei ihrem Wiedereinstieg ließ sie ihre früheren Arbeiten während des Studiums an der Hochschule für Gestaltung Revue passieren und trat dann KiR bei, um sich mit anderen Rödermärker Kulturschaffenden auszutauschen und anregen zu lassen. Aquarelle, Landschaften, Aktzeichnungen, im Zentrum meist der Mensch und seine Darstellung – das ist für sie das Interessante.

Sie gestaltet Tapetenbilder mit Mustern, setzt in Urlauben gezeichnete Landschaften in Aquarell um und geht jetzt mehr zur Acryltechnik über. Skulpturen entstehen bei ihr aus Speckstein, Ton oder Beton, der großflächig zu nutzen, weicher als Marmor und zum Üben ideal ist. Zudem nutzt sie ihren häuslichen Balkon für 3-D-Arbeiten. Ihre Zukunft führt sie weg von den lange Zeit vorrangigen Mustern; sie möchte Farbe lieber freier in Form bändigen. „Aber es ist immer ein Experiment – man weiß nicht, wo es hingeht.“

Zweite Frau im Trio ist die 20 Jahre junge Anna Viper, sie wartet gerade auf den Beginn ihres Studiums für Kommunikationsdesign. Die ehemalige Waldorf-Schülerin zeichnet, seit sie denken kann. Mehr als in der Schule, wo sie der Kunstunterricht nicht neu motiviert hat, wurde ihr Talent zuhause gefördert.

Wände in der Wohnung der Eltern bemalt

Ihre Arbeiten sind hauptsächlich collagenartig, mit anderen Techniken verfremdet, es gibt nichts Festgelegtes. „Alles, was mich interessiert, von Pop Art inspiriert“ – manchmal bizarr, ein bisschen roboterhaft, ein bisschen sphärisch. In der Freizeit liest sie gerne und schaut überwiegend Low Budget Filme. Plattencover gestalten, an Kunstaktionen teilnehmen – das wäre ihre Welt. Auch in Zukunft möchte sie vor allem für, mit und von ihrer Kunst leben. „Kunst gehört nicht in Galerien, sie muss kostenlos und jedem zugänglich sein.“ Michael Schmidt (43) malt seit seinem 12. Lebensjahr. „Da habe ich die Wände in der Wohnung meiner Eltern mit Tom & Jerry-Figuren bemalt“. Richtig aktiv in Sachen Kunst ist er seit sieben oder acht

Jahren. Ihm ist es gelungen, seinen Beruf mit dem Hobby zu verbinden – er arbeitet als angestellter Malermeister in Münster. Seine Motive sind Tiere, Pflanzen. Stilleben, aber auch mit fließenden Grenzen zur modernen Kunst. „Portraits sind eher weniger mein Ding, menschliche Züge verlangen sehr viel Einfühlung in den Charakter.“ Auch er arbeitet großflächig, etwa bei Gipsskulpturen in Marmortechnik wie jene, die er auch im Fenster des KunstRaums ausgestellt hat. Der Familienvater mit zwei Töchtern, der zuhause eher beschränkten Platz fürs Arbeiten hat, malt auch auf Bestellung – vom Haustier bis zur Urlaubserinnerung.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare