Krebs zappelt am Angelhaken

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In der Dämmerung beißen die Fische am besten - theoretisch. Beim Nachtangeln des ASV Ober-Roden ging Gewässerwart Hermann Berger wie die meisten seiner Vereinskollegen leer aus.

Waldacker (chz) - 14 unerschrockene und wetterfeste Mitglieder des Angelsportvereins (ASV) Ober-Roden saßen wieder einmal eine Nacht lang rund um den Berngrundsee und hofften, dass Hecht, Zander oder andere Raubfische anbissen.

Am Nachtangeln nahmen auch zwei Frauen teil – immer noch untypisch in Anglerkreisen und ein Grund für die ASV-Herren, stolz darauf zu sein.

Kleine grüne Lichter auf dem tiefschwarzen Gewässer ließen im Dunkeln die Angeln erahnen. Mit den an den Auslegern angebrachten so genannten Knicklichtern, die bei einem Fang unter Wasser gezogen werden, können die Petrijünger auch vom Ufer aus erkennen, ob ein Fisch angebissen hat. Denselben Effekt erfüllen auch elektronische Bissanzeiger an der Angel, die mit Verstärkern teilweise bis ins Zelt melden, wenn sich ein Fang ankündigt.

Auch mehrfache Regenschauer hielten einige ASV-Mitglieder nicht davon ab, es sich in der Anglerhütte bei Kerzenschein und Gesang gemütlich zu machen, während andere das idyllische Ufer zum Warten bevorzugten. Gewässerwart Hermann Berger hatte sich auf die kleine Insel zurückgezogen, wo es ruhiger als am östlichen Ufer des Sees. „Er ist noch voller Hoffnung, dass er dort etwas fängt“, unkte Jugendwart Peter Most, denn ansonsten sind die Aussichten trotz der eingesetzten Raubfische derzeit nicht allzu groß. Einen Fang machte Günther Lutz allerdings: Er hatte einen munter zappelnden Krebs am Haken, den er vorsichtig befreite und wieder in den Berngrundsee zurück schickte.

Quelle: op-online.de

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