26 Kredite mit Null-Prozent-Zins

Ober-Roden - (lö) 26 Null-Prozent-Darlehen von Ober-Röder Katholiken haben der St. Nazarius-Gemeinde seit 2003 rund 50 000 Euro an Zinsen gespart. Mit dieser Summe konnte sie die Schuldentilgung für das „Forum“ beschleunigen. „Das biblische Zitat ,Einer trage des anderen Last.‘ ist hier Wirklichkeit geworden“, freute sich Pfarrer Elmar Jung über soviel gelebte Solidarität.

Der Neubau des Pfarrzentrums hat 1,6 Millionen Euro gekostet, 550 000 Euro musste die Gemeinde aufbringen, erläuterte Walter Tuscher, der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats. Dieses Gremium kümmert sich um die Finanzen der Kirchengemeinde.

Die zinslosen Darlehen bewegen sich zwischen 2 500 und 25 000 Euro. Derzeit stehen der Gemeinde 133 000 Euro zur Verfügung. 100 000 Euro davon wären zum Jahresende fällig gewesen, doch zur Freude von Pfarrer und Verwaltungsrat haben fast alle Kreditgeber ihre Zusagen um drei oder gar fünf Jahre verlängert.

Frisches Geld ist weiterhin willkommen. „Wer will unserer Gemeinde für ein paar Jahre helfen, den Schuldenberg zu verkleinern?“, bittet der Pfarrer um weitere zinslose Darlehen. Helfen können auch kleinere Summen, die St. Nazarius-Gemeinde nennt keinen Mindestbeitrag. Den Zinsverlust mindert eine Spendenquittung, die bei der Steuererklärung geltend gemacht werden kann.

Das Geld sei im Gegensatz zu Aktien sicher angelegt und verfügbar, wenn es kurzfristig gebraucht wird. Eine Kreditgeberin der ersten Tage hatte ihre 5 000 Euro gerade aufs Kirchenkonto überwiesen, steckte wenig später aber selbst in einem finanziellen Engpass. Ganz unbürokratisch zahlte der Verwaltungsrat das Darlehen zurück.

Wer die Schuldentilgung für das „Forum“ mit einem zinslosen Darlehen unterstützen will, kann sich mit Pfarrer Elmar Jung (Tel: 06074 94035) oder Verwaltungsrats-Vize Walter Tuscher (Tel: 98234) in Verbindung setzen.

Der Bau des Zentrums in der Heitkämperstraße ist der zweite finanzielle Kraftakt, den die Ober-Röder Katholiken innerhalb der vergangenen 25 Jahre bewältigen mussten: Zwischen 1985 und 2000 zahlten sie die 4,2 Millionen Mark, die die Renovierung ihrer Kirche gekostet hat, bis auf den letzten Pfennig zurück - den Löwenanteil durch den Verkauf eines Grundstücks.

Quelle: op-online.de

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