Entwaffnend ehrliche Gallus-Frauen

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Eine frühlingsfrische Augenweide war der Tanz der Blumenkinder, präsentiert vom Teenager-Spätleseballett der KFG Urberach.

Urberach ‐ Kreppelkaffee der Katholischen Frauengemeinschaft (KFG) im KSV-Heim - undenkbar ohne kannenweise schwarzes Gebräu auf den Tischen, und das bis kurz vor Mitternacht.  Von Christine Ziesecke

„Ihr könnt ihn ruhig trinken, keine Sorge, ’s ist alles Bennelscheskaffee“, gab Saal-Chefin Doris Mickler Entwarnung auch für herz- und kreislaufschwache Fastnachterinnen.

Dieses und vieles Wissenswerte mehr gab‘s bei den Frauen zu lernen - auch ganz Spannendes, das vielen der Anwesenden in den Ohren geklungen haben mag wie der nüchtern-sachliche Vortrag der „St.-Gallus-Unternehmensberaterin“ Ingrid Killian. Es wurde buchstäblich still im Saal, auch am Tisch der örtlichen Würdenträger wie Pfarrer Klaus Gaebler, als sie betont ruhig ihre Empfehlungen zur Belebung der Gallus-Gemeinde machte – immer haarscharf am Rand zwischen Realität und Wunschtraum. Die Gäste spendeten schallenden Applaus.

Sie freuten sich aber auch herzlich über gelungene Tänze. Neben den Gardegruppen waren das der farbenfrohe südamerikanische Gaucho-Tanz der jungen KJG-Frauen oder der Blumentanz der „Gegenseite“, der etwas betagteren Mitglieder des Teenager-Spätleseballetts.

Musikalisch sorgten die KJG-Frauen auch mit einer herzerfrischenden Playback-Show für Schwung im Raum, während Marcella Hagenauer und Birgitt Janovski-Duschl als Politessen das örtliche Geschehen in vielen kleinen Facetten unter die Lupe nahmen, nicht zuletzt die Tauben und die vielen Straßenbaustellen. Dazu sie bewaffneten sie Bürgermeister Roland Kern kurzerhand mit Schutzhelm, Warnweste und Schaufel und holten ihn zum Auslöffeln der eingebrockten Suppe auf die Bühne.

Bis zu den großen Problemen der Menschheit

Vergnügliche Sketche brachten auch zwei Reifenhändler alias Sandra Killian und Maria Weber ebenso wie die Flitterwöchner (Gerda Vetter und Erika Gawliczek) aufs närrische Parkett. Evi Sulzmann erzählte aus ihrem Erfahrungsschatz als Babysitterin, und Veronika Hain zog „6 aus 49“. Rita Zimmermann als „Bawett“ und Doris Mickler als „Kätche“ gehören zum Kreppelkaffee wie Kaffee und Kreppel. Sie begannen beim Eheleid und arbeiteten sich über die Nachbarschaft bis zu den großen Problemen der Menschheit hoch, zur besseren Verdauung mit Bier, Rotwein und Marillenlikör gewürzt.

Quelle: op-online.de

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