Kreuzstreit morgen vor Gericht

Urberach (lö) ‐ Das Amtsgericht Langen verhandelt morgen über den Kreuzstreit aus der Bachgasse. Klaus Braungart klagt gegen seine Nachbarn Johann und Helga Müller, die im vorigen Frühjahr ein 1,40 Meter hohes Holzkreuz von Braungarts Scheunenwand abgesägt haben. Sie fühlten sich in der Nutzung ihres Grundstücks gestört.

Braungart, der seit Oktober 2000 in der Bachgasse wohnt, hatte die Scheune 2005 gekauft. Seither war‘s vorbei mit der guten Nachbarschaft. Die Reibereien häuften sich, angeblich musste die Polizei 30 mal schlichten.

Am 1. Mai 2008 dübelte Braungart das Kreuz in fünf Metern Höhe an die Wand - um die Hofreite unter Gottes Schutz zu stellen, wie er sagt. Schon einen Tag später bauten die Müllers ein Gerüst auf und verbargen das Symbol der Christenheit hinter einer Plane. Im April 2009 griffen sie zur Flex und sägten das Kreuz von der Wand. Das haben sie auch zugegeben.

Das Gericht hat den Streitwert auf 3000 Euro festgesetzt. Die Nachbarn sollen Handwerkern freien Zugang auf ihr Grundstück gewähren, damit sie das Kreuz zurück an seinen ursprünglichen Platz bringen, fordert Braungarts Anwalt. In der Klageschrift steht sogar schon in allen Einzelheiten, wie das geschehen soll: mit „12er Gewindestäben im Holz, die mit 8 cm tiefen Gegengewinden, die im Kreuz verschraubt sind“.

Die Verhandlung vorm Amtsgericht Langen ist öffentlich. Sie beginnt um 8.30 Uhr im Saal A.

Quelle: op-online.de

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