Krippenbauer Franz Kern

Häuslebauer des Christkinds

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Franz Kerns Markenzeichen sind Krippen, deren Ställe er aus Rinde, Zweigen und Tannenzapfen nachbaut und mit liebevollen Details verziert.

Ober-Roden - Franz Kern kann und mag die Krippen, die er seit den fünfziger Jahren gebaut hat, nicht mehr zählen. Die Fotos seiner Werke füllen inzwischen zwei DIN A 4-Ordner. Aber die Ideen gehen dem 81-Jährigen längst noch nicht aus.

Jetzt bringt er die Heilige Familie in Laternen unter. „Das ist ein modernes Format für junge Leute, die nur was für die Fensterbank suchen“, schmunzelt er. Am liebsten baut er aber den Stall von Bethlehem, in dem das Christkind zur Welt kam, mit dem nach, was er in Wald und Garten findet. Rindenstücke werden zu Wänden, fingerdünne Zweige sehen wie mächtige Dachsparren aus. Wenn Franz Kern so baut, wirken seine Krippen alpenländisch. Weiß verputzte Ställe wie im Orient entstehen aus Styropor. Doch egal, ob Pinzgau oder Palästina: Liebevolle Details wie Hackklötze samt Holzstapel oder Tränken für Ochs und Esel haben sie alle. Bei der Feinarbeit scheut Kern keine Mühe.

Mindestens einen Tag braucht er für so einen Stall , den er natürlich auch verkauft. „Meine Zeit darf ich nicht rechnen. Aber ich will auch nicht drauflegen, wenn ich Material kaufen muss“, kommentiert er die Preisgestaltung. Zwei Dutzend Krippen hat er in seinem Keller in der Frankfurter Straße 66 stehen. „Man könnte bis Weihnachten jeden Tag an einer anderen eine Andacht halten“, meinte Maria Schrod beim Besuch der Ausstellung.

Der Herr der Krippen aus Ober-Roden

Der Herr der Krippen aus Ober-Roden

Die kleine, aber feine Krippenschau kann noch bis zum 23. Dezember täglich von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Neugierige sollten sich am besten unter s 06074 99543 anmelden. An diesem Wochenende ist allerdings Pause, denn da zeigt Franz Kern seine 15 schönsten Krippen beim Urberacher Nikolausmarkt im Töpfermuseum. Das ist morgen und am Sonntag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. 

Quelle: op-online.de

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