Zum Haspel Besuch aus Berlin

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Als Dankeschön gab es von Bundestagsabgeordneter Patricia Lips (rechts) für Dr. Kristina Schröder die traditionelle Orwischer Töpferei - diesmal eine große Schale -, ehe die Ministerin nach Wiesbaden zu Töchterchen Lotte zurück fuhr.

Ober-Roden - Zwei Dinge lassen sich nicht leugnen: Rödermarks CDU-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Patricia Lips beste Beziehungen in Berlin, und zweitens steht die Republik mitten in einem Wahljahr.

Deshalb kam Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder als Gastrednerin zum traditionellen Haspelessen in die Kulturhalle, um ihre Parteifreunde an der Basis zu unterstützen.

Das wiederum brachte nicht nur CDU-Mitglieder in die Kulturhalle, sondern auch zahlreiche Interessierte, die sich die zierliche junge Frau mit ihren vieldiskutierten Gesetzesvorlagen einmal aus der Nähe anschauen und anhören wollten. Knapp 300 Gäste ließen sich von der Rödermärker Parteispitze und ihren Helfern mit gegrillter Haxe, Leberknödeln, Blut- und Leberwurst, Fleischkäs, Rindswurst sowie Sauerkraut und Bauernbrot bewirten samt dem bei diesem Essen unvermeidlichen anschließenden Schnaps.

Mininsterin kommt ohne großen Konvoi und Bodyguards

Derweil war auch die Ministerin angereist – entgegen anderen früheren hohen Gästen ohne großen Konvoi, ohne Bodyguards und Polizeieskorte, ebenso unaufdringlich und bescheiden wie sie selbst in Erscheinung tritt. Schon an der Tür wurde sie von einigen hochrangigen Gästen begrüßt, neben Patricia Lips auch von Landrat Oliver Quilling, Landtagsvizepräsident Frank Lortz sowie von Bernd Abeln, dem CDU- Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, ehe es gleich einen vereinbarten kurzen Fototermin mit der Gruppe der Jungen Union Rödermark gab.

Die Ministerin, seit 2009 im Amt, erläuterte den Gästen in ihrer Rede ihre politischen Eckpfeiler wie etwa Kinderbetreuung, Familienpflegezeit oder Bundesfreiwilligendienst, nicht ohne dabei auch mit deutlichen Worten jene politisch Andersdenkenden zu entkräften, die mit ihren Thesen nicht konform gehen.

Absage an Elternzeit-Begrenzung

Für die Liebhaber deftiger Hausmannskost ein wahres Vergnügen: die kleine Schlachtplatte mit Leckerem rund um Haxe oder Haspel, serviert von den Rödermärker CDU-Parlamentariern für ihre Gäste in der Kulturhalle.

So habe sie die Familienpflegezeit, die inzwischen in Deutschland Gesetz ist, etwa als eine ihrer allerersten Amtshandlungen damals vorgestellt und sei von Renate Kühnast dafür als altmodisch beurteilt worden – dabei gehe es doch um höchst aktuelle Unterstützung aller jener, die aus Pflichtbewusstsein und vor allem aus Liebe Anderen dienten. Eine klare Absage erteilte Kristina Schröder dem Vorstoß von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt, die Elternzeit auf ein Jahr zu begrenzen, wie es europaweit die Regel sei: „Familien haben eigene Bedürfnisse und sind nicht ökonomische Verfügungsmasse. Mit mir wird es keine Einschränkungen von Elterngeld und Elternzeit geben“, versicherte die Ministerin. Um das Dienen ging es auch in ihrem letzten Punkt: dem Bundesfreiwilligendienst, einst als illusorisch angesehen und seit seiner Einführung vor eineinhalb Jahren jegliche Erwartungen übersteigend. Auf 35 000 freiwillige „BuFDis“ ausgelegt, war diese Zahl schon nach drei Monaten erreicht und seither nie mehr unterschritten worden, wobei 20 Prozent von ihnen 50 Jahre und älter sind. „Das ist eine gesellschaftspolitische Sensation!“

Orwischer Töpferei als Dankeschön

Als Dankeschön gab’s von Bundestagsabgeordneter Patricia Lips für Dr. Kristina Schröder die traditionelle Orwischer Töpferei, ehe es für die Ministerin rasch wieder zurück nach Wiesbaden ging, wo Tochter Lotte, 22 Monate jung, auf den Gutenachtkuss wartete.

chz

Quelle: op-online.de

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