KSV Urberach

Geburtstagskonzert mit viel Wehmut

+
Eine Bereicherung war auch in diesem Jahr beim Konzert in der KSV-Halle die Sopranistin Marianne Wycisk.

Urberach - Spiel gab's, Sport gab's, Wettkampf gab's im Laufe des Jahres 2013, und nun gab"s auch noch populäres Liedgut und wohlbekannte Ohrwürmer zum Wiegenfest des Vereins. Der KSV Urberach feiert seinen 125. Geburtstag.

Musikalisch abgerundet wurde das Jubiläum zum 125. Geburtstag des KSV Urberach mit dem gemeinsamen Konzert der Gesangsabteilung des Vereins mit den befreundeten Chören des AGV Dudenhofen und des Männer-Quartetts Groß-Auheim. Trotz einiger Neuzugänge beim gemischten KSV-Chor ist diese gern genutzte Zusammenarbeit von großem Vorteil. Denn nur so können sich die Männerstimmen bei entsprechenden Liedern gut in Szene setzen, was sich vor allem im ersten Teil des Jubiläumskonzerts, bei den Volksliedern und überlieferten Weisen, sehr wohlklingend bemerkbar machte.

Wie schon beim vorausgegangenen Konzert hatten sich die Chöre zwei Glanzlichter der regionalen Musikszene eingeladen: die in Offenbach geborene Sopranistin Marianne Wycisk - begleitet von ihrem Ehemann und ihrer kleinen Tochter ganz in ihrer Nähe hinter der Bühne - und den Langenselbolder Tenor Wolfgang Häfner. Einzeln und in ihren Duetten brachten sie sowohl die Männer- wie auch die Frauenherzen zum Schmelzen, optisch wie akustisch.

Am Klavier begleitete erstmals Hans Kaspar Scharf die Chöre, die im zweiten Programmteil mit Operetten- und Filmmelodien, mit Musicalsongs und echten Oldies das Publikum in Schwung versetzten - auch den Tisch der Ehrengäste aus Kirche und Politik. Der Chor, der 1996 zu seinem ersten Konzert in die Halle Urberach einlud, hat ein gutes Gespür dafür, auch Spaß und Schwung in seine Aufführungen zu lassen und rechtzeitig die richtigen Schritte zu tun, um interessant zu bleiben.

Sportschau des KSV Urberach

Sportschau des KSV Urberach

Zum Bedauern vieler Sänger, Sängerinnen und Zuhörer verabschiedete sich mit diesem Konzert der langjährige Dirigent Fritz Klein von der KSV-Bühne - zumindest für große Auftritte. Der 80-jährige gebürtige Dudenhöfer, der sich beim AGV-Volkschor erst als Sänger und später jahrzehntelang als dessen Vorsitzender große Verdienste erworben hat, griff 1999 auch zum Dirigentenstab und leitete erfolgreich mehrere Chöre der Region, so auch den gemischten KSV-Chor, den er von dem erkrankten Wilhelm Endres übernahm.

Nun möchte er große Konzerte meiden und bat die Gesangsabteilung des KSV Urberach, sich einen neuen musikalischen Leiter zu suchen. So lange allerdings wird Fritz Klein die Proben weiter leiten. Noch einmal auf der Bühne steht Fritz Klein, der am Hoch’schen Konservatorium Chor- und Orchesterleitung studiert hatte, in zwei weiteren Konzerten am 12. Oktober um 19 Uhr im Bürgerhaus Dudenhofen und am 2. November in der Lindenauhalle in Groß-Auheim. 

(chz)

Quelle: op-online.de

Kommentare