„FDP will eine Neiddebatte entfachen“

Ober-Roden (lö) - Die FDP entfacht nach Ansicht der KiR-Vorsitzenden Sylvia Baumer eine Neiddebatte und will die die Künstlergruppe gegen andere Vereine ausspielen.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Tobias Kruger hatte im Zusammenhang mit städtischen Risiko-Immobilien die in seinen Augen zu günstigen Nutzungsbedingungen für das so genannte „Seitz-Haus“ kritisiert.

„Hätte der sonst so belesene FDP-Vertreter ordentlich recherchiert, wüsste er längst, dass das Haus weder über intakte Zu- und Abwasserleitungen verfügt noch über eine Heizung und damit genau so ist, wie es im Bestand der Stadt beschrieben ist: ein Abrisshaus“, gibt Sylvia Baumer Contra.

In Berlin fordere der kulturpolitische Sprecher der FDP, Länder und Kommunen müssen durch eigene Anstrengungen und Reformen für mehr finanziellen Spielraum in der Kulturförderung sorgen. In Rödermark dagegen würden sich die Liberalen aufregen, wenn KiR-Künstler auf eigene Kosten ein marodes Haus zum Blickfang und Kunstobjekt in und für Ober-Roden gestalten.

Kostenlos für Veranstaltungen zur Verfügung

Selbstverständlich, so die Sylvia Baumer, stelle KiR das „Seitz-Haus“ anderen Vereinen kostenlos für Veranstaltungen zur Verfügung. „Herr Kruger und andere können gerne darüber nachdenken, wie es um die Kunst in Rödermark bestellt sein wird, wenn KiR sein Engagement beendet, falls dies sein Ziel sein sollte“ vermutet die KiR-Vorsitzende weiter gehende Absichten.

Künstlerkollege Hans-Peter Schmücker, der sich als Münsterer normalerweise nicht in die Rödermärker Kommunalpolitik einmischt, nennt die FDP-Vorwürfe einen „unnötigen Seitenhieb auf einen umtriebigen und im Wortsinne gemeinnützigen Verein“. Schmücker weist die vermeintliche Vorzugsbehandlung zurück: Welcher andere angeblich benachteiligte Verein hätte soviel Zeit und Geld in ein dem Abbruch geweihtes Haus gesteckt und das Angebot der Stadt für eine vorübergehende Bleibe angenommen?

Das Ganze nenne man - ganz liberal - Verhandlungs- und Vertragsfreiheit. Eine Miete würde kein Rödermärker Vereinsvorsitzender für dieses Objekt zahlen wollen, erklärte Schmücker.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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