Ober-Roden

Kult-Gruppe „MurXX-Brothers“ ging auf den Kulturtrip

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Die „MurXXbrothers, die Kabarettgruppe des Ober-Röder Männergesangvereins, trat diesmal in prächtiges Rot gewandet auf.

Ober-Roden - (chz) Die „MurXX-Brothers“ hätten wahrscheinlich auch Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki begeistert. Der Kappenabend des Volkschors Ober-Roden war schon Wochen im Voraus ausverkauft

Das Oweräirer Dreigestirn, so ist‘s Tradition, begrüßte am Samstagabend im Jazzkeller die ausgesprochen gut aufgelegten Besucher beim diesjährigen Kappenabend des Volkschors Ober-Roden. Präsident Klaus Auth, Bauer Gerd Weber und Jungfrau Holger Groh lösten schon bei ihrer Begrüßung Heiterkeit pur aus und machten verständlich, warum der Kappenabend eine feste Größe im Ober-Röder Narrenkalender ist. Der frühere Geheimtipp war schon Wochen im voraus ausverkauft.

Verantwortlich für das bunte Programm ist die Kabarettgruppe „MurXXbrothers“, deren Mitglieder allesamt Sänger im Volkschor sind. Doch auch deren Nachwuchs steht inzwischen auf der Bühne: Als Max und Moritz plauderten Maximilian Auth und Philipp Köhl erstmals die Interna vom Leben zu Hause und aus dem TS-Umfeld aus. Mit Helga Röhrig erzählte eine Schönheitskönigin der besonderen Art aus ihrem aufregenden Leben, ehe die „zwei Tratschweiber“ Rita Saager und Bettina Dreher die Lachmuskel der Zuhörer attackierten. Bert Dreher, im letzten Jahr noch Bauarbeiter, ließ den Saal an seinen höchst komischen Erfahrungen als „Reiseprofi“ teilhaben. Auch wenn man sich's kaum vorstellen kann: Tommi Tunker alias Thomas Müller trumpfte in der Rolle des Macho auf, ehe Martin Nickelsen den Nerv aller mit dem „Schäfer Heinrich Lied“ traf.

Altbekannt und schon freudig erwartet: Annemarie und Helga Röhrig, Urgesteine der Volkschor-Fastnacht, mimten „zwei Mädscher assem Ort“ und berichteten mit vielen markanten Höhepunkten aus dem Ober-Röder Tagesgeschehen.

Kult schlechthin: die Fastnachtsshow der „MurXXbrothers“ unter dem Reich-Ranicki-freundlichen Motto: „Endlisch Kultur!“ - ein buntes Potpourri aus den besten und beliebtesten Liedern vergangener Jahre, aufgepeppt mit Neuem wie etwa dem unvergleichlichen Lied zum zur Zeit gern genommenen Thema Kreisverkehr in Ober-Roden Nord: „Dann kam ein Maler und malte die Straße voll mit wirren Strichen - und keiner kann sagen, was das Ganze soll!“.

Klaus Auth, Holger Groh, Thomas Müller, Wolfgang Pfeiffer und Gerd Weber und - in diesem Jahr neu - Christian Zimmermann am Schlagzeug brachten damit wieder einmal einen originellen Höhepunkt mit hervorragendem Gesang, witzigem Outfit, herrlich schrägen Texten und unbeschreiblicher Komik auf die Bühne des Jazzclubs, der nur noch getoppt wurde von den ungemein trockenen Lyrik-Beiträgen eines Wolfgang Pfeiffer im Stile von: „Das Reh springt hoch, das Reh springt weit - warum auch nicht, es hat ja Zeit!“

Quelle: op-online.de

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