50 Prozent Stammpublikum

Kulturhallen-Bilanz: Die Zeit der Defizite ist vorbei

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Der TAO-Auftritt ist weit mehr als Trommeln auf unterschiedlich großen Instrumenten. Er ist eine Mischung aus musikalischer Meditation und wilder Kampfkunst.  

Ober-Roden - 20.000 Euro Überschuss beim Programm, stabile Besucherzahlen, ein hoher Anteil an Abonnenten, 560 Vermietungen: Die Leitung der Kulturhalle meldet viel Positives aus der vergangenen Spielzeit. Eingebettet ist die Bilanz in die Vorstellung der neuen Saison. Von Christine Ziesecke 

Wieder einmal war die Kulturhalle bis auf den letzten Platz besetzt, als die Stadt das Programm für die bevorstehende Saison 2018/19 vorstellte. Fachbereichsleiter Gregor Wade gab 650 Abonnenten einen spannenden Einblick in die Statistik. Die Zahl an Veranstaltungen pendelte sich in den vergangenen vier Jahren zwischen 27 und 30 ein. Die Besucherzahlen entwickeln sich positiv, pro Jahr kamen jeweils mehr als 10.000 Gäste, etwa die Hälfte davon hat ein Abonnement gebucht. „Ein Haus mit einem Abonnentenstamm von rund 50 Prozent kann sich glücklich schätzen“, kommentiert Gregor Wade diese Entwicklung.

Der Ausflug in die Statistik endete mit der Mitteilung, dass die Kulturhalle mit Nebenräumen mehr als 560 Mal im vergangenen Jahr vermietet wurde, was für die große Akzeptanz des Hauses spricht. Stammgäste sind unter anderem der Hessische Rundfunk, der in Ober-Roden seit Jahren zwei Fastnachtsshows aufzeichnet, und Firmen, die dort Tagungen veranstalten. Positiv fällt auch die finanzielle Bilanz aus. Nach Einnahmen- (Kartenverkauf) und Ausgabenvergleich (Gagen, Tantiemen, GEMA-Gebühren, Werbung) der städtischen Kulturveranstaltungen bleibt ein Plus von 20.000 Euro. Diese Rechnung enthält weder Personal- noch Gebäudekosten. „Das Plus war nicht immer so“, erinnert Wade an Zeiten dicker Defizite.

Bauliche Veränderungen sollen den Saal zudem ansprechender machen. Da der Unterbau der ansteigenden Bestuhlung nach 23 Jahren ab und zu klemmt, wird die Tribüne hinter der achten Reihe neu gestaltet. Das wird die Nummerierung der Abonnements teilweise verändern, doch die Plätze werden natürlich beibehalten. Vor der Präsentation des eigenen Programms wies Wade auf Veranstaltungen außerhalb der Abonnements hin: Die Rodgau Monotones spielen am 8. September zum 50. Geburtstag des TC Grün-Weiß Waldacker sowie die Messe „Fein und lecker Rhein-Main“ am 7. Oktober.

Dann übernahm Tim Frühling vom Hessischen Rundfunk wieder charmant die Vorstellung des neuen Programms. Mit viel Humor und ein wenig Spannung stellte er die drei Abonnement-Reihen sowie Kabarett und Comedy und die Sonderveranstaltungen vor. Das Programm umfasst 25 Veranstaltungen. „Salopp gesagt: in der Kulturhalle steppt der Bär!“, versprach er dem Stammpublikum.

Rita Bien vom Kulturbüro vermittelte den Besuchern einen umfassenden Einblick in die Programmpunkte. Ausschnitte der einzelnen Stücke machten Appetit auf mehr und warben für die Entscheidung für ein Abonnement oder eine Einzelkarte. Rödermark bietet vieles, wozu man nicht in die Kulturmetropolen fahren muss. Und dazu bezahlbarer als in Frankfurt oder Darmstadt.

Bilder: Maskenball des FV Germania Ober-Roden

Die Eintrittspreise für die städtischen Veranstaltungen beginnen bei 15 Euro für den Reisebericht „Unbekanntes Zentralamerika“ und enden bei 49,90 Euro. So viel kostet ein Platz in der ersten Kategorie bei Highlights wie dem „Rock-Circus“ oder den „Legenden der Filmmusik“. „Kulturelle Vielfalt – gewohnt hohes Niveau“ fasst das Programmheft all das zusammen, was von der Musical-Version des Kino-Erfolgs „Die Brücken am Fluss“ über Wiener Schmäh in der Produktion

„Frühling in Wien“ bis hin zum Generationenkonflikt in der Komödie „Wir sind die neuen“ geboten wird. Los geht’s am 24. Oktober mit der Operette „Ein Walzertraum“ von Oscar Strauss. Eines der weiteren Highlights: Am 9. Februar will die japanische Trommlertruppe „Tao“ mit atemberaubenden Klängen und einer spektakulären Performance die Zuschauer verzaubern. Das druckfrische Programm liegt ab sofort in der Kulturhalle, den Rathäusern und vielen öffentlichen Einrichtungen bereit. Abonnements sind ab sofort im Kulturbüro erhältlich . Der Verkauf von Einzelkarten beginnt am Montag, 18. Juni.

Quelle: op-online.de

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