Kulturspektakel zum Nulltarif

+
Eine ganze Menge skurriler Gestalten - das ist die „Mardi Gras Brassband“, die am Samstag die Fans auf dem Häfnerplatz zum Toben bringen will. Die Gruppe ist eine der besten Brass-Formationen in Deutschland und genießt längst internationalen Ruf. Bei einem Festival in Kanada spielte sie schon vor mehr als 60.000 Zuhörern. Ganz so viele werden"s auf dem Häfnerplatz wohl nicht werden.

Urberach - Der Häfnerplatz wird am Samstag, 18. August, einmal mehr zur Innenort-Mega-Bühne. Das Alternative Zentrum (AZ) präsentiert ab 17 Uhr eine Mischung aus Straßentheater, Ska, Heimat-Rap und Brassrock: „Häfner Open“ heißt das Kulturspektakel mitten in Urberach.

Das Publikum kann die Künstler zum Nulltarif genießen, denn dank der Unterstützung von Land, Stadt und Sponsoren kann das AZ auf Eintrittsgelder verzichten.

Vorsitzender Lothar Rickert hofft, dass die Besucher ihre Euro an Ständen mit internationaler Küche, Cocktails und kühlen Getränken ausgeben. Denn „Häfner Open“ ist die aufwändigste Veranstaltung im Programm der rührigen Kulturinitiative.

Den Anfang machen die „Tequila Terminators“, Miltenberg ist die Heimat der Ska-Kapelle mit den unglaublich tanzbaren Songs. Sie trat schon mit Künstlern wie Bela B oder Jupiter Jones auf. Die Band überzeugt nicht nur durch ihre virtuos gespielten Instrumente, sondern auch durch ihr loses Mundwerk und die fast schon kabarettistischen Einlagen.

Gegen 19 Uhr entert „G-Row“ als Local Hero die Bühne. Seit seinem Auftritt bei Häfner Open 2010 hat sich bei dem Rapper einiges getan. „G-Row“ bringt reichlich Verstärkung aus Urberach mit, zum Beispiel die Rap-AG des „SchillerHauses“.

„Mardi Gras.bb“ spielt ab 20 Uhr die Hauptrolle und eine außergewöhnliche Mélange aus Blues, Brass Band, Big Band, Soul und Funk, Chanson, Rock, Pop, Country und Psychedelic. Gastspiele in den Metropolen von London bis Istanbul, Lissabon bis Moskau und auf Musik-Festivals von Roskilde über das Montreux Jazz Festival und die Filmfestspiele in Cannes bis nach Montreal, wo die Band ihren Voodoo-Groove vor 60.000 begeisterten Zuschauern zelebrierte. „Mardi Gras.bb“ hat den Brassband-Sound entstaubt. Lob kommt aus überaus berufenem Munde: Das amerikanische Musikmagazin „Rolling Stone“ feierte die Band als „Teutonic Phenomen“.

Was wäre das Häfner Open ohne Straßentheater? Deshalb wird zwischendurch immer wieder das „Ensemble Kroft“ auftauchen. So charmant können Zwangsjacken sein, wenn sie grün sind! Frisch entlassen aus der eigenen Sicherungsverwahrung geht der uniformierte Wahnsinn händchenhaltend auf Streife. Das Duo ist das amüsanteste Einsatzkommando innerhalb geschlossener Ortschaften.

Quelle: op-online.de

Kommentare