Kunden ins Leere geschickt

Rödermark ‐ Der neue Stadtführer Rödermark weist auf längst geschlossene Geschäfte und Praxen hin. Der FDP fiel auf, dass die erst kürzlich verteilte Broschüre Kunden ins Nichts schickt. Von Michael Löw

Peinliche Panne in Hochglanz: Der kürzlich verteilte Stadtführer lädt zum Einkaufen in Geschäfte ein, die schon längst dicht gemacht haben - und das nicht erst seit dem Redaktionsschluss im November 2010. Der FDP sind die Fehler aufgefallen.

Fraktionsvorsitzender Tobias Kruger hat einen fiktiven Kunden auf den Weg geschickt: Butter, Wurst und Waschmittel beim Minimal-Markt in der Robert-Bloch-Straße? Fehlanzeige. Ein trendiges T-Shirt im Modehaus Schleinkofer & Kern in der Dieburger Straße? Gibt‘s nicht mehr. Zeitungen, Kugelschreiber, Lottoscheine bei Schreibwaren Berker direkt gegenüber dem Rathaus Ober-Roden? Preislisten für Fußbodenbeläge bieten auch einen gewissen Lesestoff.

Kruger und FDP-Bürgermeisterkandidat Hans Gensert bemängeln, dass „ein opulenter Stadtführer (Auflage: 15.000 Exemplare) derart viele redaktionelle und handwerkliche Fehler enthält“. Besonders pikant ist ihrer Ansicht nach, dass die Verfasser des Grußworts in der Broschüre, Bürgermeister Roland Kern (AL) und Gewerbevereinsvorsitzender Manfred Rädlein, nur ein paar Meter entfernt von den teils seit Jahren geschlossenen Geschäften wohnen oder daran vorbeifahren. Im Parlament wollen die Liberalen wissen, wer für die Pannen verantwortlich ist und was die Stadt für die Broschüre bezahlt hat.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Claudia Hautumm / Pixelio.de

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