Kunst als Hilfe gegen Trauer

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Die in Waldacker lebende Künstlerin Dorothea Winkler (2. von links) und ihre Laudatorin Nadja Malinowski-Diez (links) eröffneten die Ausstellung in der Stadtbücherei in Ober-Roden gemeinsam mit Bürgermeister Roland Kern.

Ober-Roden - (chz) Ein kleiner Tisch mit herbstlichem Schmuck und einem Stück Felsgestein erinnerte die Gäste der Ausstellung von Dorothea Winkler daran, dass auf dem Leben der Waldackerer Künstlerin ganz frische Schatten lasten.

Mein vor sieben Wochen verstorbener Mann hätte es sich gewünscht, dass die Ausstellung dennoch stattfindet“, begründete sie ihren Schritt. Lothar Winkler war beim Bergwandern in Tirol tödlich verunglückt. Harfenklänge der jungen Dietzenbacher Musikerin Juliane Girbardt bildeten einen passenden zarten Rahmen für die großteils pastelligen Bilder von Dorothea Winkler, die das Wasser und die Natur, allem voran Blumen jeder Art, in Farben umsetzt. Die befreundete Kunstpädagogin Nadja Malinowski-Diez zeigte den Besuchern in ihrer Laudatio, worauf die Malerin in ihren Aquarellen, Ölbildern und Collagen besonderen Wert legt - der Mikrokosmos ihres naturnahen Gartens mit zahlreichen Skulpturen liefert immer wieder die besten Vorlagen.

Die Werke, die durchgehend auch zu sehr erschwinglichen Preisen verkäuflich sind, können in den nächsten vier Wochen stets zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei betrachtet werden. Für einen Besuch darüber hinaus ist Wolfgang Hitzel von der Stabsstelle Vereine und Kultur der richtige Ansprechpartner: Tel.: 06074 911-650 oder wolfgang.hitzel@roedermark.de.

So wachsen auf nur strukturbetonten Untergründen mal einzelne Objekte, zart und angedeutet, mal ganze Landschaften buchstäblich dem Betrachter entgegen. Fast stets kommt dabei in den pastelligen Tönen die Farbe Blau zum Durchbruch - Blau für das Wasser, die Lebensgrundlage der Natur und des Menschen, Blau aber auch als Zeichen der unbegrenzten Dimension wie etwa des Himmels. „Dorothea Winkler stellt die Arbeiten damit ins Entrückte, Ferne, zeigt die Erhabenheit der Natur“, so erläuterte die Laudatorin die Werke der Ausstellung, die unter dem Untertitel „Begegnen, Betrachten, Empfinden“ steht.

Quelle: op-online.de

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