Kunstwerke mit Mund und Fuß

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Die Entwürfe der Juniorbotschafter werden auf Postkartenformat verkleinert und beim Adventsmarkt verteilt.

Ober-Roden (lö) - Malen mit Mund und Fuß war in der Breidert-Grundschule angesagt. Die Kinder gestalteten Postkarten für die Unicef.

Die lustige Kunstaktion hatte einen ernsten Hintergrund, erläuterte Lehrerin Carolin Schöps. Die Zweit- und Drittklässler sollten am eigenen Leib erfahren, wie es ist, behindert zu sein. Die Hände hatten an diesem Nachmittag Zwangspause. In den vergangenen sechs Wochen haben Carolin Schöps und ihre pensionierte Kollegin Christiane Hoffstadt Schüler zu Juniorbotschaftern für das Kinderhilfswerk Unicef ausgebildet. Im Unterricht nahmen sie sich der Kinderrechte - und da ganz speziell dem Recht auf besondere Fürsorge für Behinderte - an. Mit Mund und Fuß gestalteten sie abstrakte Postkartenmotive. Die Lehrerinnen verkleinern die Entwürfe, damit die Postkarten beim Ober-Röder Adventsmarkt am 1. und 2. Dezember gegen eine Spende verteilt werden können.

Kunstspaß mit ernstem Hintergrund: Zweit- und Drittklässler aus der Breidertschule mussten ihre Bilder mit dem Mund oder dem Fuß malen.

Von den 540 Ober-Röder Grundschülern sind drei behindert. Daher haben sich die Lehrerinnen für den letzten Punkt der Kinderrechts-Charta entschieden. Carolin Schöps zum Beispiel unterrichtet in ihrer Klasse einen Jungen mit Down-Syndrom. Der malte mit derselben Fußfertigkeit wie seine nicht behinderten Schulkameraden. Am doch recht aufwändigen Kunstprojekt beteiligten sich auch mehrere Mütter und ein Vater.

Als Lohn winken hoffentlich nicht nur reichlich Spenden der Adventsmarktbesucher, sondern mit etwas Glück auch eine Einladung in die Frankfurter Paulskirche. Dort zeichnet Unicef die originellsten Bilder der Juniorbotschafter aus.

Quelle: op-online.de

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