Lang ersehnter Ersatz des alten Pavillons

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Rektor Konrad Ertinger, Architekt Siegbert Huther und die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger (von rechts) packten Baupläne, Urkunden, Tageszeitungen und einen Satz Euro-Münzen in die Kupferhülse, die sie anschließend in den Grundstein einmauerten.

Ober-Roden (lö) ‐ Gestern Mittag wurde auf dem nördlichen Pausenhof der Trinkbornschule der symbolische Grundstein für das neue Betreuungsgebäude gelegt. Der zweigeschossige Bau kostet rund 1,8 Millionen Euro, die der Kreis aus Mitteln des Hessischen Sonderinvestitionsprogrammes finanziert.

Möglich gemacht hat ihn aber erst die lange Vorarbeit der Stadt. Bürgermeister Roland Kern und der Erste Stadtrat Alexander Sturm waren seit 2007 in einer Arbeitsgruppe aktiv, die die Ganztagsbetreuung an der größten Grundschule im Kreis auf den Weg bringen sollte. Auf Initiative dieser Gruppe, der auch Rektor Konrad Ertinger und Vertreter des Kreises angehörten, entwarf das Ober-Röder Architekturbüro Huther & Karawassilis einen Anbau mit Küche, variabel nutzbarer Mensa, Sanitärbereich und zwei Klassenräumen, den normalerweise die Stadt zu zwei Dritteln und der Kreis zu einem Drittel bezahlt hätten. Das Konjunkturpaket des Landes erlaubt jetzt die schnelle Umsetzung des Vorhabens. Schon im Herbst 2010 soll die Küche das erste Essen für Kinder der Nachmittagsbetreuung servieren.

Technik- und andere Funktionsräume zur Straße hin

Der Betreuungsbau orientiert sich zur Rilkestraße hin. Der marode Pavillon, der dort stand, konnte endlich abgerissen werden. Die Architekten Siegbert Huther und Christos Karawassilis haben Technik- und andere Funktionsräume zur Straße hin gelegt, damit der Verkehrslärm den Unterricht möglichst wenig beeinträchtigt.

Das Erdgeschoss wird barrierefrei gebaut, damit auch Rollstuhlfahrer die Mensa problemlos erreichen können. Hier befindet sich auch eine Behindertentoilette. Das Flachdach soll begrünt werden, denn es eignet sich nicht für die Installation einer Photovoltaikanlage. Der Altbau wirft zu viel Schatten. Eine Halle verbindet Neu- und Altbau. Sie dient bei Regen als Unterstellmöglichkeit für die Buskinder.

2007 erfolgte Rundum-Sanierung

Das ist die letzte Baumaßnahme auf unserem Gelände“, versprach Rektor Ertinger und erinnerte an zwei Großprojekte, die Schülern, Eltern und Lehrern seit dem Jahr 2000 einiges an Geduld und Improvisationsvermögen abverlangt haben. Zuerst ließ der Kreis das Dach des unter Denkmalschutz stehenden alten Schulhauses für 700.000 Mark erneuern, in den Jahren 2006 und 2007 folgte die 2,2 Millionen Euro teure Rundum-Sanierung.

Eine weit kleinere Baumaßnahme ist Architekt Huther im Gedächtnis haften geblieben. 1958, kurz bevor der Schulhof asphaltiert wurde, stürzte der Erstklässler und schlug sich das Knie auf. Die Narbe schmerzt ihn heute noch gelegentlich.

Quelle: op-online.de

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