Zeppelin bekennt sich zum Standort Urberach

Laser-Schneidemaschine ebnet Weg in Zukunft

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Projektleiterin Sophie Rabenau, Axel Kiefer, Gesamtleiter Anlagenbau bei Zeppelin, Bürgermeister Roland Kern und der Vorsitzende der Geschäftsführung, Peter Gerstmann (von rechts) nahmen die neue Maschine gestern symbolisch in Betrieb.

Urberach - Der Zeppelin-Konzern hat eine lasergesteuerte Schneide-Anlage in Betrieb genommen. Die Hightech-Maschine kostete rund eine dreiviertel Million Euro und ist die seit zehn Jahren größte Investition am Standort Rödermark. Von Michael Löw 

Zeppelin macht sein Werk an der Messenhäuser Straße fit für die Zukunft und investiert kräftig. Gestern stellte das Unternehmen eine 750 000 Euro teure Laser-Schneidemaschine zur Blechbearbeitung vor. Weitere 300 000 bis 400 000 Euro steckt die Geschäftsleitung im Lauf des Jahres ins 2013 eröffnete „Technikum“ - das Forschungs-, Entwicklungs- und Kundenzentrum. „Das ist nicht nur eine neue Maschine, sondern ein klares Signal für Rödermark“, sagte Peter Gerstmann, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH.

Projektleiterin Sophie Rabenau erläuterte die Details. Zeppelin schneide mehr als 85 Prozent seiner Bleche für Anlagen zur Lebensmitteltechnologie selbst. Neben Präzision ist Zuverlässigkeit gefragt. Und daran haperte es bei der alten Maschine. Ausfallzeiten von zwei Stunden am Tag könne sich das Unternehmen nicht leisten: „Wenn beim Kunden die Entscheidung zum Bau einer neuen Anlage gefallen ist, erwartet er eine Realisierung innerhalb von wenigen Monaten.“ Daher laufe die Laser-Schneidemaschine im Zweischichtbetrieb, um die hohen Erwartungen der Kunden erfüllen zu können.

Sophie Rabenau hat die Montage auch genutzt, um Arbeitsabläufe zu optimieren und wenn möglich zu automatisieren. Ab- und Aufbau erfolgten beim laufenden Betrieb. Unter anderem musste ihr Team 500 Quadratmeter der Produktionshalle ausräumen und den Boden herausfräsen. Das geschah in Handarbeit, weil zwei Maschinen versagten. „Das war eine erhebliche Belastung für die Mitarbeiter“, lobte Axel Kiefer, Leiter des gesamten Zeppelin-Anlagebaus, das Engagement.

Kiefer und Gerstmann machten keinen Hehl daraus, dass in jüngster Zeit in Urberach nicht alles rund lief. Seit 2008 fragten sich die Mitarbeiter, ob die Zeppelin GmbH. mit Sitz in Friedrichshafen und Zentrale in Garching „es noch ernst meint“ mit der Lebensmitteltechnologie in der Messenhäuser Straße, dem einstigen Reimelt-Werk. Der 2011 begonnene Bau des „Technikums“ sei ein erstes klares Signal gewesen, die neue Laseranlage und die angekündigten Investitionen die nächsten.

„Hinter uns liegen zwei, drei schwierige Jahre“, sagte auch Manager Kiefer. Die nachhaltige Stabilisierung des Urberacher Werks sei der Geschäftsleitung erst in der zweiten Hälfte 2016 gelungen. In diese Zeit fiel auch die Entscheidung für die Laser-Schneideanlage. Im Herbst wurde gebaut, im Dezember folgte die Schulung der Mitarbeiter, seit Januar produziert sie Blechteile.

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Quelle: op-online.de

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