Landtagswahl in Hessen

Kreis-CDU feiert lauter Sieger

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Frank Lortz

Rödermark - So einen richtig netten Wahlabend durfte die CDU im Kreis Offenbach am Sonntag erleben: Beide Kandidaten für die Bundestagswahl - Patricia Lips und Peter Wichtel - und alle drei Kandidaten für die Landtagswahl - Frank Lortz, Ismail Tipi, Hartmut Honka - gewannen teils deutlich ihre Direktmandate. Von Christian Riethmüller

Kein Wunder also, wenn am Montagvormittag in der Kreisgeschäftsstelle der CDU in Rödermark immer wieder von „sehr erfreulichen Ergebnissen“ die Rede war, über die sich besonders Frank Lortz als Kreisvorsitzender begeistert zeigte. Nicht allein, dass er selbst zum bereits zehnten Mal in den Landtag gewählt worden ist und damit den Rekord in Hessen hält, sondern vor allem das generelle Abschneiden seiner Partei entzückt den Froschhausener. „Wir hatten drei Ziele für den Kreisverband. Wir wollten alle Direktmandate gewinnen. Wir wollten die mit großem Abstand stärkste Kraft in unserer Gegend sein. Und wir wollten bei unseren Ergebnissen deutlich über dem Landes- und Bundesschnitt liegen“, sagte Lortz, der alle drei Wahlziele erreicht sieht. .

„Wir sind in allen 13 Gemeinden des Kreises Offenbach die stärkste Kraft“, sagte Lortz, der die seit Jahrzehnten (seit dem Jahr 1977) gefestigte Position der Christdemokraten im Kreisgebiet an ihren handelnden Personen festmacht. Weil die sich auch regelmäßig vor Ort zeigten, hätten fast alle siegreichen Kandidaten sogar einen Stimmenzuwachs verzeichnen können.

Patricia Lips im Bundeswahlkreis 187 erreichte 46,9 Prozent der Erststimmen (40,4 Prozent bei der Bundestagswahl 2009) und Peter Wichtel holte im Bundeswahlkreis 185 45,5 Prozent der Erststimmen (40,2 Prozent bei der Wahl 2009).

Etwas geringer fielen die Zuwächse bei den Landtagswahlen aus. Im Wahlkreis 46 holte Frank Lortz 48,2 Prozent der Erststimmen (46,3 Prozent im Jahr 2009). Hartmut Honka kam im Wahlkreis 44 auf 43,8 Prozent (43,3 Prozent in 2009) der Erststimmen. Der erstmals direkt gewählte Ismail Tipi kam im Wahlkreis 45 auf 46,1 Prozent der Erststimmen.

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Trotz dieser guten Ergebnisse und trotz des Umstandes für die hessische CDU eine „schwarze Bank“ im Rhein-Main-Gebiet zu sein, hält sich der Kreisverband mit Empfehlungen oder Anregungen zu möglichen Koalitionsgesprächen in Wiesbaden gänzlich zurück. Lortz verweist auf den Ministerpräsidenten und wiederholt Volker Bouffiers Diktum, dass mit allen „demokratischen Parteien Gespräche möglich sein müssen“. Er sei überzeugt, dass Hessen eine stabile Regierung haben und „das Land vernünftig regiert“ wird. Dafür müsse man sich zu Kompromissen durchringen, sagt Lortz, der nicht vergisst anzufügen, wie wichtig es sei, „dass man in solch einer Konstellation der Stärkste ist.“

Weil nach der Wahl schon wieder vor der Wahl ist, wie Peter Wichtel anmerkt, richtet der Kreisverband den Blick bereits aufs Jahr 2015. Dann soll der amtierende Landrat Oliver Quilling im Amt bestätigt werden.

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Quelle: op-online.de

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