Leben wie die Indianer auf der Jugendfarm

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Gemeinsam mit den Indianern tanzten die Kinder beim Powwow auf der Kinder- und Jugendfarm zu Klängen ihrer Trommeln.

Rödermark - Die Kinder- und Jugendfarm ist mit Macht aus dem Winterschlaf erwacht: dumpfe und rhythmisch wiederkehrende Trommelschläge zogen weit über die Rodau-Auen. Ganze Scharen von Familien wanderten hinterm Badehaus den Oberwiesenweg entlang, immer den Klängen nach. Von Christine Ziesecke

Zur Saisoneröffnung, bei der auch das wieder einmal reparierte große Tipi eingeweiht wurde, hatte der Trägerverein ein Indianer-Kinderfest organisiert, das vom Indian and Mountain Men Club Wiesbaden und von der Trommelgruppe Sakowin/Wiyaka („Sieben Federn“) bestimmt wurde.

Ein richtig starkes Erlebnis: Indianer , die nicht nur trommelten und tanzten, sondern auch einiges über ihre althergebrachten Bräuche erzählten. Foto: Ziesecke

Die Sparkasse Dieburg hatte es mit ihrer Spende möglich gemacht: Powwow in Rödermark, ein Indianerfest mit einem Marktstand, mit indianischen Gesängen, von Trommlern begleitet, und mit traditionellen Tänzen, die Augen und Ohren gefangen nahmen. Das Powwow, eigentlich ein Tanz- und Sängerwettstreit, erfreute kleine und große Indianerfreunde, bunte federgeschmückte Gewänder und große Fahnen zogen die Besucher ebenso in Bann wie die vielen kleinen Eindrücke am Rande und die kurzen Erzählungen zum Leben der Indianer. Ein Stand informierte über die Probleme des Pine Ridge Lakota Reservats; alle großteils deutschstämmigen Indianer erzählten gerne von ihrem Vereinsleben.

Nach dem Fest herrscht nun auf der Kinder- und Jugendfarm wieder Regelbetrieb; sie ist immer geöffnet am Freitag Nachmittag von 15 bis 18 Uhr und am Samstag Vormittag von 10.30 Uhr bis 13 Uhr. Informationen gibts im Internet oder bei der Farmleiterin, Sozialpädagogin Stephanie Grabs unter Tel.: 0176 14911614.

Wer lieber etwas Abstand zu den fremdartigen Gesellen hatte, konnte sich auf den Ponys des Reiterhofs Akita durch die Farm führen lassen, am offenen Feuer Stockbrot backen und Würstchen braten oder den Hammer schwingen und an den Hütten weiterbauen. Die neue Rutsche – ein wieder in Schuss gebrachte älteres Modell – zog die Jüngsten magisch an, und auch am Schminktisch herrschte Hochbetrieb, wo die Zuschauer zu kleinen Squaws und zu bleichgesichtigen Häuptlingen gemacht wurden.

Quelle: op-online.de

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