DDR lebt weiter

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Oliver Nedelmann studierte von 1988 bis 1991 studierte er in Westberlin und erlebte die Wende hautnah.

Urberach (lö) ‐ Oliver Nedelmann kann mehr als schauspielern. Am Sonntag, 13. Dezember, liest er ab 20 Uhr im Wohnzimmertheater, Ober-Rodener Straße 5 a, aus seinem ersten Kriminalroman, „Der 60. Jahrestag“.

Nedelmann lässt die DDR des Jahres 1989 nicht im gesamtdeutschen Staate aufgehen, sondern weiterleben. Aber das geht nur, wenn andere dafür ihr Leben lassen. Augenzwinkernd erzählt Oliver Nedelmann die Geschichte einer gigantischen Vertuschung.

Zum Inhalt: Ein spektakulärer Mord hält Berlin in Atem. Auf dem Vordach des Museums für Neuere Geschichte befindet sich - aus Werbezwecken - eine gigantische Guillotine, in einem Weidenkorb liegt - nicht aus Werbezwecken - ein abgeschlagener Kopf. Zeitgleich wird das Wohnhaus des Opfers nicht nur niedergebrannt, sondern vorher akribisch ausgeräumt, so dass keinerlei Spuren übrig bleiben. Die Spur der Täter führt nach Westberlin und ins Ausland und verliert sich dort. Motiv? Mangelware.

„Der 60. Jahrestag“ ist ein Buch über die DDR. Es schildert das imaginäre DDR-Alltagsleben des Jahres 2009, das nicht von Not und Elend geprägt ist, aber immer noch von Versorgungsengpässen und Glaubwürdigkeitslücken weiß. Gleichzeitig haben sich Dinge entwickelt, auf die die DDR-Bürger stolz sind: Autos, die wirklich nur drei Liter verbrauchen, ein gut funktionierendes Bildungssystem, und vor allem der Gewinn der Fußballeuropameisterschaft 2008.

Quelle: op-online.de

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