Harsche Kritik an Hundefreunden

Rödermark (lö) - Hundebesitzer kriegen in unserer Online-Diskussion über einen Leinenzwang zum Schutz von Rebhuhn, Kiebitz und anderen Bodenbrütern kräftig ihr Fett weg. Der Naturschutzbund (Nabu) will Hunde von 1. März bis 15. Juni grundsätzlich an die Leine nehmen.

In die Kritik sind aber auch die Ordnungspolizei und all jene geraten, die nicht jeden Hundehalter für einen Feld-, Wald- und Wiesen-Rambo halten. „Wenn ich durch Wald und Feld spazieren gehe oder jogge, werde ich regelmäßig von in der Regel sehr kleinen Hunden angebellt. Sie rennen auf mich zu und springen mich an“, klagt „Mats“. Spricht er Herrchen oder Frauchen darauf an, folge nur das bekannte „Der macht doch nichts!“

Nach Meinung von „Owwereirer“ sind die meisten Hundehalter uneinsichtig. Beschimpfungen mit „Ausdrücken aus Anal- und Fäkalbereich“ seien noch die harmlosere Reaktion, wenn er auf Vögel oder Nahrungsmittel vom Feld hinweise. Einmal sei er gar mit den Worten, der freilaufende Hund werde sich schon um ihn kümmern, bedroht worden.

Hagen Riether lobt den Nabu für seine Initiative zum Vogelschutz: „Endlich reagiert mal jemand auf die Situation! Warum beschweren sich Hundehalter überhaupt?“ Der Ordnungspolizei werfen mehrere Diskussionsteilnehmer vor, dass sie wegsehe, wenn im Ober-Röder Feld Hunde in Massen frei herum laufen.

Dr. Rüdiger Werner vom Nabu kritisiert unsere Zeitung. Sie habe aus einer Aufklärungskampagne einen „Zweifrontenkrieg zwischen verbohrten Naturschützern und freiheitsliebenden Hundebesitzern“ gemacht. Kritik muss sich aber auch der Nabu gefallen lassen. Der stelle, so Hans Gensert, alle Hundebesitzer unter Generalverdacht und würde am liebsten sogar Pilzsammlern den Wald verbieten.

Dieter Goldner spricht dem Nabu das Recht ab, solche Forderungen zu stellen. Die Rödermärker Naturschützer hätten vor einigen Jahren dafür gesorgt, dass am Nordrand von Urberach alle Sträucher, die Hasen und Rebhühnern Rückzugsmöglichkeiten boten, platt gemacht wurden.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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