DRK leistet auch bei Raumnot Erste Hilfe

Urberach - (lö) Das Rote Kreuz revanchiert sich bei der katholischen Kirchengemeinde für mehr als 25 Jahre Blutspenden im Urberacher Gallusheim: Kirchliche Gruppen finden im DRK-Heim vorübergehend eine neue Bleibe.

Das war notwenig geworden, da die vom Kreis angeordnete Schließung des Gemeindezentrums die Kirchengruppen heimatlos gemacht hat. Der Vorstand des DRK-Ortsvereins Urberach bot seine Hilfe gleich im Februar an, derzeit machen die Katholische Frauengemeinschaft und die Katholische Jugend davon Gebrauch.

Das Rot-Kreuz-Heim verfügt über einen größeren Unterrichtsraum und eine separate, voll ausgestattete, Küche. „Es bietet sich hierdurch für viele Aktivitäten an und zahlreiche Gruppen der Pfarrgemeinde haben das Angebot inzwischen dankend angenommen“, sagt Günther Meister, der Vorsitzende des Roten Kreuzes in Urberach. Das DRK will seine Aktivitäten zwar ausweiten, nutzt das Gebäude am Festplatz im Moment allerdings nur für Dienstabende der Aktiven und die Nachmittage des DRK-Seniorenkreises.

Wie dankbar das Rote Kreuz der Kirchengemeinde ist, untermauert Meister mit ein paar Zahlen: Seit 1983 fanden die Blutspendetermine im Gallusheim statt. Lediglich während der Renovierung in den Jahren 1989 und 1990 wurden die Blutspenden ins evangelische Gemeindehaus verlegt. Bei den 84 Terminen wurden 15 989 Blutkonserven entnommen, die Tausenden von Verletzten und Kranken halfen. Inklusive aller Interessenten, die nach der medizinischen Untersuchung abgewiesen werden mussten, schätzt Meister die Zahl der potenziellen Spender in diesen 25 Jahren auf mehr als 17 500.

Die Koordinierung der Raumnutzung erfolgt direkt über die stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marion Christian, die auch Ansprechpartnerin für alle an einer Nutzung interessierten Gruppen ist.

Quelle: op-online.de

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