Literatur unter Straßenschildern

Verbeugung vor Nikolaus Schwarzkopf

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Als Schulmeister rezitierte Dr. Jochen Schick mitten auf der namensgleichen Straße aus dem literarischen Nachlass des Urberacher Büchner-Preisträgers Nikolaus Schwarzkopf.

Rödermark - Poesie und Prosa verbunden mit einem literarischen Spaziergang durch mehrere Jahrhunderte – diese gute Idee des Vereins „Lesezeichen“, dem Freundeskreis der Stadtbücherei Rödermark, führte von Urberach nach Ober-Roden. Von Christine Ziesecke

Auf den Spuren jener Dichter, die in Rödermarks Straßennamen verewigt sind, wanderte eine kleine Gruppe Literaturinteressierter am Sonntagnachmittag. Die Tour begann im „SchillerHaus“, wo Bibliothekar Bernhard Nowak Leben und Werk des Namensgebers präsentierte. Verwunderte Blicke zu Hauf gab"s wenige Schritte weiter, als Dr. Jochen Schick in Gestalt des Schulmeisters „Von-A-Bis-Z“ den Urberacher Büchner-Preisträger Nikolaus Schwarzkopf auferstehen ließ. Mitten auf der gleichnamigen Straße las er aus dem Buch „Der schwarze Nikolaus“ und baute viel Wissenswertes über das Leben des Urberachers ein. In der Lessingstraße lud Dr. Regina Schick zu Gotthold Ephraim Lessings „Ringparabel“ ein.

Über den Alten Seeweg mit einer literarischen Rast bei Joseph von Eichendorff und seinem Gedicht „Abschied“ ging"s gemütlich weiter nach Ober-Roden, mitten hinein ins Dichterviertel. Petra Wilde zitierte Ricarda Huchs „Nicht alle Schmerzen sind heilbar“. Bärbel Nosek erinnerte an Heinrich Heine, sein Leben und Werk und jenes Gedicht, das auf Heines Grabstein auf dem Friedhof Montmartre zu lesen ist: „Wo wird einst des Wandermüden letzte Ruhestätte sein? Unter Palmen in dem Süden? Unter Linden an dem Rhein?“

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An der Trinkbornschule angekommen, krönte bei der mosaikverschönten Stuhlriesin Rainer Maria Rilke den Nachmittag: Irmtraud Busch brachte ihn den Gedichten „Ich liebe“ und „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ ganz nahe an die Spaziergänger heran. „Ich glaube es war für alle ein richtig schöner Nachmittag“, freute sich Dr. Regina Schick, die Vorsitzende des Freundeskreises, nach dem Sonntagsausflug, der geradezu nach einer Fortsetzung lechzt.

Quelle: op-online.de

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