Lions Club finanziert Kindern Schmökernachmittag

Löwen spenden für Leseratten

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Lions-Präsident Norbert Wolf (links) und Vorstandsmitglied Michael Süß verhelfen den Kindern des Urberacher Leseclubs zu einem vierten Schmökernachmittag. Eine 1 000-Euro-Spende an die Stadt macht"s möglich. Sozialdezernent Jörg Rotter kann mit dem Geld Honorarkräfte für die Betreuung bezahlen.

Urberach - Der Lions Club Rodgau/Rödermark hat dem Leseclub im „SchillerHaus“ 1 000 Euro gespendet. Mit diesem Geld kann die Stadt die Mini-Bibliothek einen weiteren Tag pro Woche öffnen - ein ganzes Jahr lang.

Fast drei Jahre schon gibt’s im Keller des „SchillerHauses“ den Leseclub: Zwischen Lampen und Bücherregalen, auf Sitzkissen oder dem Sofa, können Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren besser lesen lernen, selbst lesen oder sich vorlesen lassen. Die meisten Besucher haben ausländische Wurzeln; Bücher sind daheim nicht selbstverständlich.

Vor allem Kinder, die normalerweise weniger gern lesen, kommen deshalb ins „SchillerHaus“. Bislang ist der Leseclub, der sich mit der Hausaufgabenbetreuung im Urberacher Mehrgenerationenzentrum ergänzt, an drei Nachmittagen in der Woche geöffnet. Die Betreuung der Kinder übernehmen während dieser Zeit ehrenamtliche Mitarbeiter gegen eine Aufwandsentschädigung. Allerdings: Die Kapazität an den drei Tagen ist inzwischen ausgeschöpft, und Kinder müssen abgewiesen werden. Die Helferinnen würden einen vierten Tag pro Woche ins Programm nehmen, aber dazu fehlten bislang die Mittel.

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Dieser Missstand rief den Lions Club auf den Plan. „Das geht ja gar nicht, dass Sie Kinder wegschicken müssen“, sagte Vorstandsmitglied Michael Süß, ein gebürtiger Urberacher. Mit dem Präsidenten Norbert Wolf brachte Michael Süß jetzt eine Spende von 1 000 Euro ins „SchillerHaus“. Damit sichern die Lions den Lesekids ein Jahr lang einen zusätzlichen Tag in der Woche - Bildungsarbeit an der Basis.

Erster Stadtrat Jörg Rotter und Stephanie Grabs, die Leiterin der Jugendarbeit im „SchillerHaus“, freuten sich nicht nur über die Finanzspritze, sondern erläuterten auch das Prinzip der städtischen Leseförderung: Die setzt schon in den Kindergärten mit hohem Ausländeranteil an und setzt sich im Leseclub fort. (lö)

Quelle: op-online.de

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