Lückenlos verliebt in Rock‘n Roll

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Aus Copyright-Gründen mit „e“: die vier Musiker von „Mind the Gaep“.

Rödermark - Sie sind längst keine Unbekannten mehr, mit über 125 Live-Konzerten. Doch spätestens seit ihrer 2008 veröffentlichten EP thronen „Mind the Gaep“ auf dem regionalen Rockolymp. Von Sascha Reichelt

Nun geht der musikalische Pilgerzug mit dem Debütalbum „Get Ready for Tonight“ weiter. Obwohl es offiziell erst im März erscheint, feiert die Band schon heute eine Pre-Release-Party im Frankfurter Club „Orange-Peel“.

Satte Gitarren, tiefe Bässe und groovige Rhythmen bringen den Blues zum Rollen. Schon der Albumtitel birgt eine Ansage, die den exzessiven Tatendrang der Musiker spiegelt und deren Hang zum Lifestyle. „98 Prozent der Songs handeln von Frauen“, bekennt Sänger Matt. Gitarrist Vjeran deutet die Parole als passenden Slogan für einen nächtlichen Ausflug, gar als freudige Sehnsucht nach dem lang ersehnten Abend.

Die Gefühle der Songs vermischen Hoffnung, Euphorie und Enttäuschung, umhüllt von Szenen knisternder Begegnungen - bis zum kalten Aufprall nach durchzechter Nacht. „Aber es ist keineswegs ein Konzeptalbum, das eine Geschichte erzählen soll, sondern das Resultat unserer verarbeiteten Erfahrungen“, erklärt Matt.

Frauen, Feten und Whisky

Kennen viele nur ihre härtere Gangart, zeigen sich die Rocker bei radiotauglichen Balladen wie „What Does Love Mean“ nun von ihrer weichen Seite. „Wir legen viel Wert auf den Text, aber es nicht unbedingt darauf an, von Frauen zu schreiben.“ Dass sich diese beiden Leidenschaften, Frauen und Feten, gut mit Whisky mischen lassen, verraten sie mit ihrem Track „Bourbon Blues“. „Unsere früheren Stücke orientierten sich noch stark am Sound der 80er“, sagt Schlagzeuger Fabian. Experimentell bedienen sie sich nun auch vieler neuer Elemente, setzen Blues-Harp, Saxofon und Klavier ein. „Wir sind musikalisch gereift“, sagt Vjeran.

Über den Sommer hinweg gönnten sie sich viel Ruhe, um im Studio mit Liebe zum Detail an ihrer Debütplatte zu feilen. Zusammen mit Produzent Marc Bugnard kreierten sie ihre persönliche Note in Sachen Hardrock. Ohne dabei das Moderne zu verlieren. Einflüsse von „System of a Down“ werden durch einen Fetzen Grunge durchdrungen, veredelt mit einem Hauch Punk und abgerundet mit einer ordentlichen Portion Heavy Metal. Doch ihre Authentizität rührt durch ihr langjähriges Zusammenhalten: „Zu sagen, wir wären bloß Freunde, wäre untertrieben. Wir gleichen beinahe einer Familie“, sagt Matt.

Quelle: op-online.de

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