SPD macht Druck beim Bahnhof

Ober-Roden - (lö) Die SPD befürchtet eine Hängepartie beim Verkauf des Ober-Röder Bahnhofs: Der Magistrat soll die Konzepte von zwei potenziellen Investoren schnellstens inhaltlich bewerten und auf ihre Wirtschaftlichkeit prüfen, fordert SPD-Fraktionsvorsitzender Armin Lauer.

Interesse am Bahnhof haben eine Fitnessstudio-Kette und ein Wirtschaftsprüfer bekundet. Beide haben ihre Pläne bei den Kommunalen Betrieben Rödermark (KBR) eingereicht. Nun hält Lauer die Sache für entscheidungsreif.

Am Geld waren Ende vorigen Jahres die Gespräche mit dem Ober-Röder Steuerberater Andreas Reusch und seinen Kollegen gescheitert. Die hatten allerdings nur rund 6 130 Euro geboten und dies mit den hohen Sanierungskosten für den maroden Bahnhof begründet.

Sorge, dass „Investoren die Nase bald gestrichen voll haben“

Die Stadt hatte das Gebäude samt 5 600 Quadratmeter Grundstück für 400 000 Euro von der Bahn gekauft. Der Weiterverkauf sollte 250 000 Euro bringen. Zu den Kritikern von Reuschs 6 130-Euro-Gebots gehörte auch die SPD. Nun treibt Lauer die Sorge, „dass die Investoren die Nase bald gestrichen voll haben“, wenn nicht bald eine Entscheidung fällt. Natürlich hätten sie auch handfeste wirtschaftliche Interessen, aber sie wollten der Stadt auch helfen, den Bahnhof zu revitalisieren und seinen Vorplatz ansprechend zu gestalten.

Der für die KBR zuständige Erste Stadtrat Alexander Sturm sagte gestern auf Anfrage, dass Betriebskommission und Magistrat noch weitere Informationen benötigen. So seien die Angebote nur bedingt vergleichbar. Ein Interessent wolle eine vergleichsweise große Zahl von Parkplätzen von vornherein gleich mitkaufen, der andere legte ein geringeres Gebot mit der Option, Parkplätze nachzukaufen, vor. Summen oder weitere Details wollte Sturm mit dem Hinweis auf die Verhandlungen nicht nennen.

Alles in allem gebe „in wirtschaftlicher Hinsicht aber keine wesentlichen Unterschiede“. Ob der Bahnhof zum Sportstudio oder zur Wirtschaftskanzlei wird, sei eine „politische Frage“.

Quelle: op-online.de

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