Mädchen bei guten Abiprüfungen beinahe unter sich

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In Fußballtrikots hielten Claudia Franz und Lena Roth die Abirede ihres Jahrgangs.

Ober-Roden (chz) ‐ „Für ein Landesabitur ist der diesjährige Schnitt von 2,27 an unserer Schule ein hervorragender Wert“, freute sich die stellvertretende Schulleiterin Karin Porzelle bei der Überreichung der Reifezeugnisse in der Kulturhalle.

67 von 69 „Dreizehnern“ der Nell-Breuning-Schule haben ihr Abitur geschafft, 20 mit einer „1“ vor dem Komma. Die Besten wurden von Bürgermeister Roland Kern geehrt. Besonders freute sich der Bürgermeister über die enge Verzahnung zwischen Schule und Stadt. Als Beispiel nannte er die Präsentation des Entwurfs einer Mehrgenerationenhauses durch Oberstufenschüler im Rathaus.

Die Überreichung von Certi-Lingua-Zertifikaten für besondere sprachliche Leistungen sowie die Ehrung der Besten aus Chemie und Physik zeigt die umfassende Spanne der Bildung an der NBS, auch wenn Prof. Dr. Philipp Wolf als Vertreter der Tutoren humorvoll betonte, dass nicht die schulische Bildung, sondern andere Ressourcen das Leben ausmachten: vom Mops als lebendigem Partner und Kinderersatz über die große Gemeinschaft unter dem Motto „Dabei sein ist alles“ bis zum Jazz als dem Urbild für ein gelingendes Leben: „Freie Entfaltung macht das Leben aus!“

Sie alle haben ein mustergültiges Abiturzeugnis in der Tasche: (von rechts) Claudia Frenz und Dorothe Wolfert mit einem Notendurchschnitt von 1,5; Laura Zeizinger und Chiara Scheller-Lasse mit 1,3; Patrick Keck mit 1,2; Verena Müller, Katharina Stock und Lena Roth mit 1,1 und als Beste der Nell-Breuning-Schule im Jahrgang 2010: Rebecca Miller mit einer Traumnote 1,0. Glückwünsche gab es von der stellvertretenden Schulleiterin Karin Porzelle und von Bürgermeister Roland Kern.

Stilgerecht in Fußballtrikots und mit schwarz-rot-goldener Fahne , präsentierten Claudia Franz und Lena Roth die Abi-Rede als Spielbericht über ihre Schulzeit. Dabei zögerten sie keineswegs, rote Karten an die Vereinsmanager oder an die Vereinsführung, die sich selbst ins Abseits gespielt hat, zu verteilen. Gelb gab‘s für das gestörte Kommunikationsverhältnis zwischen Trainern und Spielern oder ans Spielfeld, das selbst nach 40 Jahren immer noch kein gutes Spiel zulässt. Es gab aber auch Grund für Lob: gute Aufbautrainings in Weimar oder im Herbstcamp etwa. Besonderer Dank ging an die kraftvolle Unterstützung durch die Fanclubs. „Wir befinden uns in der Qualiphase, werden nie wieder in dieser Konfiguration auf dem Platz stehen, aber wir werden hoffentlich nach gutem Training auch die Endrunde bestehen“ – zumindest als Weltmeister der Herzen.

Musikalisch wurde das Programm von der Europa-Songgruppe gestaltet, während das Bläserensemble der NBS mit „Brasil“ für einen ebenso rhythmusbestimmten Auszug sorgte wie zwischendrin Saxophonist Dennis Folladore, am Klavier begleitet von Musiklehrerin Leana Pirhonen.

Quelle: op-online.de

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