Männerballett tanzte um die Riesentorte

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Am Bobfahrerlied kam auch die Spaßsitzung der Turnerschaft nicht vorbei: Im Vierer saßen Roland Volk, Bert Dreher, Manfred Rebel und Rainer Gotta, Denis Krumb war ihr Chef.

Ober-Roden ‐ Irgend etwas war anders in der Tanz- und Spaßsitzung der Turnerschaft: Richard Biegel begrüßte als Sitzungspräsident das närrische Publikum in der TS-Halle. Der frühere Ober-Röder und inzwischen Seligenstädter Fastnachter war als „Kurzzeit-Leihgabe“ eingesprungen, nachdem sich der Volkschor und dessen Kabaretttruppe „MurXXbrothers“ ausgeklinkt hatte. Von Christine Ziesecke

Richard Biegel war früher jahrelang Chef des Ober-Röder Einzelhandels und ist heute als Vorsitzender des Heimatbundes längst Seligenstadts Erster Fastnachter. So ist er noch ein guter Kenner des Ober-Röder Parketts und hat zugleich aber auch beste Beziehungen zu allen Fastnachtern der östlichen Nachbarn hat, viele konnte er fürs TS-Programm gewinnen.

Zu dieser fröhlichen Melange lieferte die TS hauptsächlich die Tanzgruppen. Mit mitreißenden Arrangements und in wunderschönen selbst genähten Kostümen präsentierte sich „No Name“ sowohl mit einem frischen Marschtanz als auch mit einer fetzigen Choreographie zu einem Hitmix von Falco und von Michael Jackson.

Jazztanz präsentierten die „Splits“ aus den Reihen der Turnerschaft.

Auch die Jazztanzgruppe „The Splits“ wirbelte mitreißend über die Bühne und bot ebenso einen optischen Leckerbissen wie die „Mahädels“, eine der Jazz- und Modern Dance-Gruppen der TS, die mit ihrem Beitrag „Irrenanstalt“ gleich eine ganze Geschichte tanzend erzählte. Doch was ist schon weibliches Können gegen männliches Bemühen: Das Männerballett der TS übertraf sich anlässlich des 115. Geburtstags des Vereins selbst und bot rund um die riesige Geburtstagstorte ein Feuerwerk an Männlichkeit, nur noch getoppt von „Frontfrau“ Amy Winehouse alias Bert Dreher, der auch noch selbst Geburtstag feierte: Für 5 x 11 Jahre brachten ihm die Gäste und das Salonorchester des Musikvereins 03 Ober-Roden ein kräftiges Ständchen.

Traditionell sind die guten Kontakte zu den Jügesheimer TGS-Fastnachtern. Und selbst Prinzessin Katja I. und Prinz Thorsten I. konnten sich ein paar gezielte Gags zu Bahnschranke und Rodaurenaturierung nicht verkneifen. Das noch ausgebaut hat Andi Kühn aus Seligenstadt - im Triumphmarsch auf einer Sänfte hereingetragen, beschrieb er den Rödermärkern drastisch, was sie alles verpassen, weil sie ihn nicht zum König von Owweroure gewählt haben.

Direkt aus Las Vegas kam Marcel Rupp von der TGS Jügesheim als heißes rosa Bunny eingeflogen, und Bärbel Imgram, Gabi Roth und Pascale Hagelauer aus Seligenstadt demonstrierten mit Kochbuch und atemberaubender Beweglichkeit, wie Frau sich fit hält. Ebenfalls aus Seligenstadt kamen Monika Höfling und Manfred Störger, die das immerfrische Thema zwischenmenschlicher Beziehungen höchst aktuell aufwärmten. Nach fast zwei Jahrzehnten gab Nobi Goergen (TGS) seinen Abschied als Barde aus Berlin.

Denis Krumb reißt als DJ Ötzi von den Sitzen

Altbewährt und immer gut: Denis Krumb, der als DJ Ötzi das Publikum von den Sitzen riss, ihnen zuvor aber schon mächtig eingeheizt hatte - schließlich kommt in diesem Jahr kein Fastnachter um das Boblied herum. Begleitet wurde der Pilot von Roland Volk, Bert Dreher, Manfred Rebel und Rainer Gotta.

Trotz einer gelungenen Sitzung wünschen sich viele Besucher bis zum nächsten Jahr dennoch eine Rückkehr der altgedienten Volkschorsänger einschließlich der legendären „MurXXbrothers“ - Owweräirer Dreigestirn und Batschkappband gehören einfach zu dieser Halle wie das Salz in die Suppe.

Quelle: op-online.de

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