Am Maiglöckchenpfad entsteht ein Spielplatz, der über die Jahre wachsen soll

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Drei Kindergärten und zwei Schulen hatten gestern Modelle des künftigen Spielplatzes im Maiglöckchenpfad gebaut. Nach getaner Arbeit erläuterten die Kinder ihre Vorstellungen, Bürgermeister Roland Kern gehörte zu den interessierten Zuhörern.

Ober-Roden ‐ Was erwarten Rödermärker Kinder von neuen Spielplatz im Breidert? Wollen sie lieber klettern, kriechen, springen oder mit Matsch schmieren? Brauchen Jugendliche eine Ecke zum Chillen? Oder suchen sie lieber Nervenkitzel an haushohen Kletterwänden? Von Michael Löw

Antworten auf diese - und weitere Fragen - sollte gestern das so genannte „Beteiligungsprojekt naturnaher Spielplatz Maiglöckchenpfad“ bringen. Hinter diesem Wortungetüm verbarg sich eine Freiluft-Bastel-Vormittag im „Schillerwäldchen“, bei der die künftigen Nutzer ihre Ideen in Modelle aus Moos, Sand, Steinen, Holz und anderen Materialien des Waldes umsetzen. Mitgemacht haben die Kindergärten Potsdamer und Zwickauer Straße, die „Waldkobolde“, die Breidert-Grundschule und zwei Gruppen aus der Nell-Breuning-Schule. Neun Entwürfe standen nach zwei Stunden werkeln zur Diskussion.

„Hier dürfen wirklich die Kinder bestimmen. Wir verstehen uns nicht als Fachleute, die mit einem fertigen bunten Plan in den Wald kommen“, sagte Landschaftsarchitektin Maria Werner-Niemetz, die das Projekt fachlich begleitet. Beteiligung schafft Identifikation, Identifikation verringert Vandalismus - wenn ihre Theorie stimmt, muss die Stadt keine Angst um ihren Spielplatz haben, der innerhalb von zwei bis drei Jahren ebenfalls in enger Zusammenarbeit mit den Benutzern entstehen soll.

Gestern durften sie ohne jede Einschränkung planen. Zum Lernprozess, so Werner-Niemetz, gehöre aber auch Kompromisse einzugehen. So würden die Kinder lernen, dass Spielgeräte für mehrere Altersgruppen geeignet sein oder Sicherheitsstandards erfüllen müssen. Und die leere Stadtkasse nicht übermäßig strapazieren dürfen.

Aylin Wagner und Dilara Parmaksiz, zwei Achtklässlerinnen machten einen Vorschlag, der die Stadt keinen Cent kostet: „Ein Mc Donald‘s in Ober-Roden wäre toll!“

Quelle: op-online.de

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