Mama-Ersatz und Spielkamerad

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Die Kinderbetreuung der Schule an den Linden hat noch Plätze frei.

Urberach (chz) ‐ „Vor allem am Montag Morgen um 7 Uhr sind wir schon mal Mama-Ersatz. Wir hören zu, freuen uns mit, trösten, verpflastern Knie und manches mehr.“

Das Team der Schulkinderbetreuung in der Schule an den Linden ist eine starke Einheit und absolut zuverlässig. Schließlich sind sie, seit feste Unterrichtszeiten von 8 Uhr bis 12 Uhr für die ersten beiden und bis 13 Uhr für die dritten und vierten Klassen eingeführt wurden, auch jeden Morgen schon ab 7 Uhr im Einsatz und sprechen sich untereinander ab, wenn etwas dazwischen kommt.

Seit dieser Änderung, durch die es weniger Betreuungskinder wurden, sind 91 Kinder in unterschiedlichen Zeitspannen in der Betreuung, für die der Förderverein der Schule zuständig ist - auch finanziell. Morgens kommen dazu auch Kinder aus den Urberacher Horten in der Pestalozzi- und in der Liebigstraße (letztere werden mit einem Fahrservice kutschiert), die vor dem Unterricht hier betreut werden, seit die Stadt diese Aufgabe morgens abgegeben hat.

Die Frauen wechseln sich bei allen Aufgaben und in den Zeiten ab – die Pläne werden selbst gestaltet und auch untereinander angepasst.

Ab 12 Uhr ist hier ständiges Kommen und Gehen: die Schlusszeiten sind gestaffelt auf 14 Uhr, 15.30 Uhr und 17 Uhr. Stefanie Müller, Vorsitzende des Fördervereins bis zur Neuwahl am kommenden Montag, ist Chefin von zehn Betreuern und zwei Springern, die auch alle Hände voll zu tun haben. In den drei Räumen sind stets Aufsichten oder besser Ansprechpartner, ebenso auf dem Spielplatz im Hof. Von 14 Uhr bis 15.30 können die Kinder ihre Hausaufgaben in einem separaten Raum unter Beaufsichtigung erledigen.

Zusätzlich wird das Mittagessen in der Schulküche aufbereitet. Die Dietzenbacher Firma „Esswerk“ hat es zuvor angeliefert. Selbst kauft das Betreuerteam dagegen für die ständigen Zwischenmahlzeiten aus Obst, Gemüse oder Broten ein, die jedes Kind in der Betreuung nutzen kann. „Wir schicken die Kinder auch von hier aus zum Musikunterricht, zum Sportverein, auch mal zum Arzttermin – alles wird über ständig aktualisierte Listen geregelt.“

Die Frauen wechseln sich bei allen Aufgaben und in den Zeiten ab – die Pläne werden selbst gestaltet und auch untereinander angepasst. Jede der Frauen, die zum Teil schon seit dem offiziellen Beginn der Betreuung im Jahr 2000 dabei sind, hat einen Vertrag über 46 Stunden im Monat, das sind 11,5 bis 13 Stunden pro Woche. „Wir sind ein Superteam und ausgesprochen zuverlässig“, freut sich Ingrid Bergmann-Pfaff. Neben den gängigen Beschäftigungsangeboten wie Basteln, Malen, Filzen, Handarbeiten, Lesen und Freispielen werden Projekte angeboten wie etwa der Schulgarten, den Uschi Müller betreut. „Jeder hier hat seine Fähigkeiten – die eine näht lieber, die andere werkt lieber.“ Heika Pyka etwa bringt den Kindern Englisch nahe, es wird sehr viel vorgelesen, nach klassischer Musik gemalt, es gibt Sport in der Halle und demnächst Fußballtraining.

Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite der Schule an den Linden.

„Das Wohl der Kinder steht dabei im Mittelpunkt. Die Kinder liegen uns am Herzen und sie mögen uns sehr; wir sind wahrlich keine reine Aufbewahrung“, wirbt Ingrid Bergmann-Pfaff. Eng ist der Kontakt zu den Lehrern - fünfmal wöchentlich gibt‘s Leseförderung fürs erste und zweite Schuljahr, eine Schulstunde pro Tag oder etwa zehn Minuten pro Kind. „Das ist wichtig, weil wir ja auch Hausaufgabenbetreuung machen und damit auch die Zusammenarbeit mit den Lehrern sicherstellen.

Es ist für uns am Schuljahrsende schön, eine Bestätigung für die richtige Methode zu bekommen“. Bezahlt werden die Betreuer ebenso wie Material oder Imbisse aus dem Etat des Fördervereins, der sich aus den Beiträgen der Eltern sowie aus Zuschüssen von Land und Kreis zusammensetzt, die sich nach der Zahl der Schüler an der Schule bemessen – die generell sinkende Schülerzahl bewirkt auch niedrige Zuschüsse. Das ändert jedoch nichts an der Qualität für die bis zu 140 möglichen Kinder.

Daten und Fakten

  • Kosten für die Betreuung durch den Förderverein: je nach Betreuungsdauer von 25 bis 90 Euro.
  • Betreuung findet auch an den beweglichen Ferientagen statt, ebenso jeweils die letzten zwei Wochen in allen Ferien.
  • Für Geschwister gilt der halbe Preis.
  • Zusätzlich kann täglich ein warmes Mittagessen für 3,50 Euro gebucht werden.
  • Jahresbeitrag im Förderverein: zwölf Euro.

Quelle: op-online.de

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