Markt lief sich langsam warm

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Der Frauenchor der Frohsinnchöre stimmte zur Eröffnung des Ober-Röder Adventsmarktes musikalisch auf die vorweihnachtliche Zeit ein.

Ober-Roden ‐ Der ersten Bürgerin der Stadt, Stadtverordnetenvorsteherin Maria Becht, war es am Freitagabend vergönnt, den Ober-Röder Adventsmarkt rund um den Rathaus-Knochen in Hunderte von Lichtern zu tauchen und damit zu eröffnen. Von Christine Ziesecke

„Es ist eine nette Angelegenheit, dass die Bürger hier ihren Baum selbst schmücken!“ Mit diesen Worten erinnerte sie daran, dass die fast 70 großen goldenen Kugeln und Schleifen auf dem von einer Urberacher Bürgerin gespendeten zentralen Weihnachtsbaum von Bürgern gestiftet sind und es noch viel Raum für Nachahmung gibt.

Manfred Rädlein, Vorsitzender des Rödermärker Gewerbevereins, dankte dem Frauenchor der Frohsinnchöre, der musikalisch auf die bevorstehende Adventszeit ein stimmte, und alle Eröffnungsgäste fielen in das wohl bekannte Lied „O Tannenbaum“ mit ein.

Am Samstag bewiesen die Ober-Röder und ihre Gäste wieder einmal, dass sie erst aus ihren Häusern kommen, wenn es heimelig dunkel draußen wird - dann aber gewaltig. Einen Ausflug auf den Adventsmarkt hatte sogar die Hundeschule Waldacker gemacht, deren vierbeinige Besucher wie etwa der deutsche Champion „Elle von der Rodau“, der spanische Hütehund Narook und auch Chayenne mit knallroten Elchschaufeln adventlich geputzt und darüber mehr oder weniger glücklich über den Platz schlenderten.

Großen Anklang fand wieder das kleine Kulturprogramm auf der Bühne vor dem Bücherturm. Während Lou Heinrich aus dem „Zauberlehrling“ las, das Jugendorchester des Musikvereins 03 bekannte adventliche Weisen spielte und der Frauenchor der Frohsinn-Chöre sang, blieben viele Marktbesucher rund um die festlich beleuchtete Bühne stehen und lauschten. Das war auch gestern der Fall, als zusätzlich der Spielmannszug der TG und die aus dem Vorjahr schon bekannte Väter- und Söhne-Bläsergruppe spielten.

Während sich das gesellige Marktgeschehen hauptsächlich auf dem Rathausplatz abspielte, liefen auch die Geschäfte vor und in den geöffneten Läden entlang des Ortskerns vorweihnachtlich an. „Advent, Advent - Prozent, Prozent“ hieß es wie in Monika Hitzels „Geschmacksache“ auch in vielen anderen Läden, vor denen fast überall mit Glühweinduft und Weihnachtsplätzchen geworben wurde. In der Neckarstraße, wo Erna Scholz schon seit 30 Jahren, inzwischen in zweiter Generation, ein Modestudio führt, wurde am Sonntag Nachmittag anlässlich des Geburtstags zur großen Modenschau in den kleinen Laden eingeladen.

Noch viel zu tun zwischen Kuhstall und Weinstube

Abseits des eigentlichen Marktes war auch in diesem Jahr der zweite Schwerpunkt im Dinjer-Hof an der Pfarrgasse 11, dessen restaurierter vorderer Teil erstmals weitgehend fertig von der Öffentlichkeit in Augenschein genommen werden konnte.

Wohliges Raumklima in der Lehm-Holz-Konstruktion, restaurierte Fenster und handbearbeitete Balken, dazu die angenehme Wärme aus dem historischen Herd - und dennoch gibt's auch nach drei Jahren Aufbereitung noch viel zu tun zwischen Kuhstall und Weinstube, wo am Sonntag die Kinder- und Jugendfarm mit Hasen und Ziegen aufwartete.

Rotbackige duftende Äpfel und selbst gekochte Marmeladen, Süßes und Heißes, Glasschmuck und Teddybären rundeten die kuschelige Stimmung im Dinjerhof ab - letztere alle selbst von Christel Heiden von Hand genäht und zum Materialpreis zugunsten der Benefizaktion für Michelle verkauft.

Quelle: op-online.de

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